Nr. 40/2019 vom 03.10.2019

Chile

Die Mapuche in Chile sind seit Jahrhunderten von kultureller, politischer und wirtschaftlicher Unterdrückung betroffen. Als Teil der Bewegung der Mapuche versteht sich die Küme Mogen (Genossenschaftliche Mapuche-Sparkasse) als Werkzeug für Selbstermächtigung und Autonomie. Explizit will die Genossenschaft dazu beitragen, die Prinzipien der traditionellen Mapuche-Ethik Az Mapu zu vermitteln. Jorge Huichalaf, Präsident der Küme Mogen, wird die aktuelle Situation der Mapuche vorstellen.

Bern Unitobler, Lerchenweg 36, Raum F 002, Do, 3. Oktober 2019, 17.30 Uhr.

Zürich Autonome Schule Zürich, Sihlquai 124, Fr, 11. Oktober 2019, 19 Uhr.

Frauen

Zum Thema «Wie Frauen sich früher in Zürich vergnügten» findet ein Rundgang statt. Die Doppelbelastung von Beruf und Familie, aber auch strenge Regeln punkto Sitte und Anstand beschränkten Zeit und Freiräume von Frauen bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Trotzdem fanden sie immer wieder Mittel und Wege, ihren Vergnügungen und eigenen Interessen nachzugehen. So wird im Rundgang aufgezeigt, wohin Frauen zum Tanz gingen und wie sie die Warenhäuser für sich eroberten. Es wird berichtet von Frauen, die sich Freiheiten herausnahmen, und von braven Mädchen, die zu aufmüpfigen Rebellinnen wurden.

Zürich Opernhaus, beim Haupteingang, So, 6. Oktober 2019, 11 Uhr.

Fleisch

Im Rahmen des «Vegan Café» der Tierrechtsgruppe Zürich gibts einen Vortrag, der sich den Fragen widmet: Wie geht es zusammen, dass der Fleischkonsum in der Schweiz immer weiter sinkt, die Produktion jedoch stetig steigt? Warum investiert Bell in die Entwicklung veganer Produkte und baut seine Fleischverarbeitungswerke gleichzeitig aus? Es soll aufgezeigt werden, welche Strategien die Fleischindustrie fährt, um ihre Profite abzusichern.

Zürich Infoladen Kasama, Militärstrasse 87a, Fr, 4. Oktober 2019, 19 Uhr Essen, 20 Uhr Vortrag.

Internationale Solidarität

Der Solifonds unterstützt Basisbewegungen in Lateinamerika, Afrika und Asien bei ihren Kämpfen für soziale Gerechtigkeit. Es geht um Landrechte, Frauenrechte, Arbeits- und Gewerkschaftsrechte, partizipative Demokratie oder Frieden. Urs Sekinger, Präsident des Stiftungsrats, berichtet aus seiner dreissigjährigen Erfahrung beim Solifonds, über Erfolge und Rückschläge. Wie sieht es in sozialen Fragen mit der internationalen Solidarität aus? Wie dringend ist der Widerstand gegen den vorherrschenden Neoliberalismus?

Zürich bücherraum f, Jungstrasse 9, Fr, 4. Oktober 2019, 19 Uhr.

Marxismus

Karl Marx’ «Kapital» zum Selbststudium: In mehr als zwanzigjähriger Arbeit haben Lesegruppen des Revolutionären Aufbaus Schweiz einen interaktiven Zugang zum Verständnis aller drei Bände des «Kapitals» als USB-Stick erarbeitet. Auch wer nicht vorhat, die ganzen drei Bände zu studieren, erhält im Rahmen der Veranstaltung eine Art «Schnupperlehre», die Impulse für ein tieferes Verständnis der marxistischen Kapitalismusanalyse geben soll.

Zürich Buchhandlung im Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, Fr, 4. Oktober 2019, 19.30 Uhr.

Wissen und Verdrängung

An verschiedenen Beispielen soll am Workshop «Jenseits der Verdrängung» untersucht werden, wie es möglich ist, etwas zu wissen und es gleichzeitig nicht zu wissen. Es sprechen unter anderen die Psychoanalytikerinnen Elizabeth Högger Klaus (über Kambodscha) und Arnona Zahavi (über Israel) sowie der Psychologe Urs Ruckstuhl (über die Schweiz). So leben etwa in Kambodscha die Opfer neben ihren einstigen Folterern, oder PolitikerInnen schwadronieren von der grossartigen humanitären Tradition der Schweiz, während in Urdorf Flüchtlinge unter Bedingungen leben müssen, die jeder Humanität spotten.

Zürich sphères, Hardturmstrasse 66, Sa, 5. Oktober 2019, 10–16 Uhr (Anmeldung: info@entresol.ch).

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