Nr. 26/2020 vom 25.06.2020

Hexenverfolgung in Zürich

Im Zürcher Herrschaftsgebiet wurden zwischen 1487 und 1701 achtzig Frauen und fünf Männer als «Hexen» und «Hexer» hingerichtet. Während in Basel seit 2019 ein Mahnmal dieser Menschen gedenkt, bleiben sie in Zürich weiter unerwähnt. Ein Rundgang führt an Orte der Hexenverfolgung. Es wird aufgezeigt, wie Hexenprozesse abliefen, und erklärt, warum Frauen besonders oft bezichtigt wurden. Umrahmt wird der Rundgang von der Schweizer Liedermacherin Olga Tucek. Zum Akkordeon singt sie über einstige und heutige Hexen. Eigens für diesen Rundgang hat sie Lieder zu den Schicksalen aus Zürich komponiert.

Zürich Limmatquai 56, Sa, 27. Juni 2020, 16.15 Uhr.

(Anti-)Rassismus

«No Apologies» ist einer der wenigen Filme, der Polizeigewalt in der Schweiz, Rassismus gegen schwarze Menschen, aber auch den Widerstand, den die Betroffenen dagegen leisten, behandelt. Er beschreibt den physischen und psychischen Zustand von schwarzen Männern in prekären Lebenssituationen in Lausanne. Sie berichten, wie sie täglich dafür kämpfen, ihr Leben zu leben, ohne sich dafür entschuldigen zu müssen. Die Vorführung und die Debatte mit Mitgliedern der Filmequipe werden eine kritische Auseinandersetzung mit den Themen in direktem Zusammenhang mit der Schweizer Realität ermöglichen.

Bern Kino Rex, Schwanengasse 9, Mi, 1. Juli 2020, 20.30 Uhr.

Nicht nur in den USA hat die Ermordung des Afroamerikaners George Floyd eine Welle von Protesten ausgelöst. Die IG Binational zeigt zum internationalen «Loving Day» den Film «Loving» von Jeff Nichols. Die Geschichte von Mildred und Richard Loving hat einen direkten Zusammenhang mit einem historischen Sieg der US-Bürgerrechtsbewegung am 12. Juni 1967, als die Aufhebung jeglichen Verbots von Eheschliessungen zwischen Repräsentanten «unterschiedlicher Ethnien» für alle Bundesstaaten beschlossen wurde.

Zürich Kino Stüssihof, Stüssihofstatt 13, Fr, 26. Juni 2020, 18 Uhr.

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