Politour :

Nr.  23 –

Frauenstreik

Am Frauenstreik 2019 wurde für Lohn, Zeit und Respekt auf die Strasse gegangen. Leider hat sich seither kaum etwas verbessert. Schlimmer: Mit der AHV 21 hat das Parlament eine Abbauvorlage auf Kosten der Frauen beschlossen – obwohl die Frauen immer noch rund ein Drittel weniger Rente erhalten als die Männer. In der ganzen Schweiz finden darum am 14. Juni Demos und Veranstaltungen statt mit den Forderungen: Frauenrenten, die zum Leben reichen! Echte Gleichstellung bei den Löhnen und der unbezahlten Arbeit! Keine Erhöhung des Frauenrentenalters!

Diverse Orte in der Schweiz, Di, 14. Juni 2022. Orte und genaue Zeiten siehe unter www.14juni.ch.

Sexismus

Am Vorabend des Frauenstreiks gibts ein Podium zum Thema «Belästigung, Sexismus und Mobbing in der Medienbranche». Es sprechen Sarah Serafini, Simone Rau, Sara Winter Sayilir und Carlos Hanimann zu Belästigung und Sexismus am Arbeitsplatz, insbesondere in der Medienbranche.

Zürich Kulturpark, Pfingstweidstrasse 16, Mo, 13. Juni 2022, 19 Uhr.

Sklaverei

Moderne Sklaverei – wie sieht sie aus? Welche Ursachen hat sie? Was können wir dagegen tun? Es wird ein Blick auf die Geschichte der Sklaverei geworfen, in die auch das Nichtkolonialland Schweiz verwickelt ist. Die Globalisierung wie auch die Klimaerwärmung und die Klimaflucht tragen heute zur Sklaverei bei. Der Klimawandel gehört heute zu den wichtigsten Migrationstreibern. Und viele der 40 Millionen Opfer der modernen Sklaverei sind Klimaflüchtlinge. Gespräch mit Therese Frösch, grüne Exgemeinderätin der Stadt Bern, Exnationalrätin und eben abtretende Präsidentin von Helvetas.

Zürich St. Anna-Kapelle, St. Annagasse 11, Fr, 10. Juni 2022, 18.30 Uhr.

Krieg und Frauen

«Von Krieg, Brot und Klassenkampf: Die Mobilisierung der Frauen 1914–1918» ist ein Frauenstadtrundgang betitelt, der so angekündigt wird: «Während die Schweizer Soldaten zur Untätigkeit verurteilt an den Landesgrenzen stehen, werden die Frauen aktiv und stellen sich in den Dienst der Öffentlichkeit. Sie organisieren Haushaltungs- und Gemüsebaukurse und verteilen Lebensmittel an die Armen. Mit Suppenküchen, Soldatenstuben und Wäschereien kümmern sie sich um das Wohl der Männer an der Grenze. Als Künstlerinnen kämpfen sie für den Frieden. Nicht zuletzt gehen sie auf politischem Weg gegen Teuerung, Verelendung, Arbeitslosigkeit und Massenarmut vor. Durch das neugewonnene Selbstvertrauen bestehen sie vermehrt auf politischer Partizipation und fordern Gleichberechtigung. Genährt vom aufkeimenden Gedanken des Sozialismus versprechen sich fortschrittliche Frauen – und Männer – nicht nur soziale Gerechtigkeit, sondern auch Gleichberechtigung von Mann und Frau.»

Zürich Sechseläutenplatz (Haupteingang Opernhaus), Sa, 11. Juni 2022, 16.15 Uhr. Anmeldung: frauenstadtrundgangzuerich.ch .

Ernährungspolitik

Demonstration gegen die Welthandelsorganisation (WTO), organisiert von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, Uniterre und verbündeten Organisationen. Sie setzt sich für Ernährungssouveränität und faire Handelssysteme und gegen WTO und Freihandelsabkommen ein, die «Armut, Hunger, Instabilität und Krisen auf der ganzen Welt befeuern».

Genf Place Lise Girardin, Sa, 11. Juni 2022, 14 Uhr.

Minimalismus

Die langjährigen Freunde Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus haben sich dem Minimalismus verschrieben. Sie schildern im Dokumentarfilm «Minimalismus. Weniger ist jetzt», wie ihr Leben durch weniger Besitz besser und glücklicher wurde – und dass viele Menschen von Minimalismus profitieren würden. Im Anschluss führen der Umwelt- und Tierrechtsaktivist Gian Albertin und der Moderator Robert Rauschmeier ein Gespräch zum Thema; das Publikum ist eingeladen, mitzureden.

Zürich Rote Fabrik, Clubraum, Seestrasse 395, Do, 9. Juni 2022, 19.30 Uhr.

LGBTIQ+

In den letzten Jahren wurde viel für die gesellschaftliche Akzeptanz und rechtliche Gleichstellung von LGBTIQ+-Personen erreicht. Dennoch sind Übergriffe immer noch weit verbreitet, wie aktuelle Ergebnisse des Schweizer LGBTIQ+-Panels und der Film «Liberty, Love and Loneliness» von Philip Ortelli zeigen.

Nach der Filmvorführung diskutieren Anja Derungs (Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich), Léïla Eisner und Tabea Hässler (Schweizer LGBTIQ+-Panel), Maria von Känel (Regenbogenfamilien), Vincenzo Paolino (queer Altern), Sara Boy und Max Kranich (Milchjugend) darüber, wie es LGBTIQ+-Personen geht und welche Herausforderungen anstehen.

Zürich Karl der Grosse, Saal, Kirchgasse 14, Sa, 11. Juni 2022, 18 Uhr.