Politour :

Nr.  27 –

Pionierinnen der Architektur

Frauen sind in der Schweiz erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts zum Architekturstudium zugelassen. Seither allerdings haben viele Architektinnen Grosses geleistet. Bauten von Frauen prägen auch das Zürcher Stadtbild – was nur wenig bekannt ist. Auf einem eineinhalbstündigen Rundgang durch den Stadtkreis 5 erfährt man, gegen welche Vorurteile die Architekturpionierinnen kämpfen mussten. An weiteren Beispielen wird zudem gezeigt, welche Auswirkungen der noch immer männerdominierte Städtebau auf den konkreten Alltag von Frauen bis heute hat – und was es heissen könnte, gendergerecht zu planen und zu bauen.

Zürich Treffpunkt: Lettenviadukt/Wasserwerkstrasse, Sa, 9. Juli 2022, 16.15 Uhr; Anmeldung: frauenstadtrundgangzuerich.ch .

Zigeuner-Kultur-Tage

Es ist eines der dunkelsten Kapitel der Schweizer Geschichte: Ab 1926 wurden durch die halbstaatliche Stiftung Pro Juventute Kinder von Fahrenden und ihre Familien systematisch auseinandergerissen. Bis 1972, als das Projekt nach Berichten im «Beobachter» eingestellt wurde, waren rund 600 Kinder davon betroffen. Eine strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen gab es nie. Auch heute noch haben Fahrende gegen Widerstände anzukämpfen. Das «fahrende Kultur-Zentrum» hat sich zum Ziel gesetzt, Vorurteile abzubauen. Ab nächster Woche gastiert es im Rahmen der Zigeuner-Kultur-Tage in St. Gallen. Die Palette des Festivals reicht von Vorträgen und einer Fotoausstellung über musikalische Einlagen und die Vorführung des Films «Unerhört Jenisch» bis hin zu Spezialitäten aus der jenischen und der Sintiküche sowie «Gesprächen bei der Feuerschale».

St. Gallen Kreuzbleiche, Di, 12., bis Sa, 23. Juli 2022. www.zigeuner-kultur-zentrum.ch