WOZ News

Nr. 43 –

Voltigierende

«Am Tag vor den Gesprächen zur Regierungsbildung war die Spannung unter den Koalitionspartnern so miserabel wie nie», berichtete das «St. Galler Tagblatt» aus Italien. Zu den üblichen Unappetitlichkeiten der dortigen Politik kommt jetzt also noch eine krasse Unterversorgung mit Elektrizität. Möge wenigstens dem gemeinen Volk endlich ein Licht aufgehen.

Relaxte

Und auch in Peking hielt sich das «St. Galler Tagblatt» kurz vor dem Parteikongress auf: «In den nächsten Minuten zeigt sich, dass es sich bei vielen der umliegenden ‹Passanten› […] tatsächlich um Sicherheitspolizisten in Zivil handelt.» Das ist nur auf den ersten Blick sonderbar, denn bei den Zivilpolizisten handelt es sich naturgemäss um sogenannte Schläfer. Der banale Seufzer lautet folglich so: Wehe, wenn sie losgelassen!

Talfahrende

Schliesslich zitierte das «St. Galler Tagblatt» das US-Justizministerium mit der Formulierung, beim Gebaren der Holcim-Einheit Lafarge gegenüber dem Islamischen Staat in Syrien habe es sich um einen «neuen Tiefpunkt in der Unternehmenskriminalität» gehandelt. Prima, es kann demzufolge nur aufwärtsgehen. Mit der Unternehmenskriminalität.

Haarelassende

«Der Katzenbestand in der Schweiz wird auf 1,63 Millionen Tiere geschätzt. Etwa 70 Prozent davon haben Zugang ins Freie. Das heisst: Im Schweizer Mittelland sind pro Quadratkilometer 50 bis 60 Katzen unterwegs. In der Agglomeration Zürich ist die Katzendichte noch einiges höher, hier geht man von 430 Katzen pro Quadratmeter aus.» Dies gab der «Tages-Anzeiger» an. In einem Folgeartikel sollte man uns Allergiker:innen vielleicht noch verraten, wo diese Häufung an Katzen genau zu finden und ihnen also auszuweichen ist.

Federnlassende

Wie sollen die Medien verständlich sein, wenn es schon die Behörden nicht sind? Die Stadt Luzern formuliert auf ihrer Website: «Erst im Rahmen eines Kapazitätsausbaus im Zusammenhang mit dem Durchgansbahnhof müsste die Passerelle beispielsweise betreffend des Anprallschutzes an die aktuell geltenden Normen in grösserem Umfang angepasst werden.» Nicht nur betreffend den unüblichen Genitiv verstehen wir hier gans Bahnhof.

Kostenungünstige

«In der Schweiz hat der Importeuer das Gerät ‹Bio Scan› bereits von der Homepage genommen», meldete srf.ch. Wahrscheinlich hat ihm die Inflation den Rest gegeben. Oder er ihr.

Ausgeloste

«Die Million, die ihr Leben als Pensionärin stark verändert hat, kaufte sie, für sich und ihren Mann Hermann (75), mit dem sie seit 50 Jahren verheiratet ist, eine schöne Wohnung», wusste blick.ch über eine «Benissimo»-Gewinnerin. Wo und für wie viel kann man diese Million erwerben? Weil das wollen wir auch.

Harmoniesüchtige

Von der St. Galler SVP-Nationalrätin Esther Friedli, die nicht Bundesrätin werden will, schrieb watson.ch: «Ihr Ziel ist nun einen der beiden St. Galler Ständeratssitze.» Beim Wort genommen, sollte sie also für beide Sitze kandidieren, denn einen wird sie sie sonst schwerlich können.

woznews@woz.ch