Politour

Nr. 4 –

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Hoffnung und Demokratie

Faschistische Regierungen zerstören Demokratien. Kriege vernichten Leben. Frauen sind bedroht wie nie. Die Welt brennt. Wie fassen wir Mut? Wie kultivieren wir Zuversicht? Zusammenhalt? Die Reporterin Tuğba Ayaz debattiert in der Reihe «Hoffnung Denken» mit Gästen aus Literatur und Wissenschaft über die Brennpunkte Frauenrechte, Demokratie, Klima. Über Demokratie spricht sie mit Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey, die an der Uni Basel im Fachbereich Soziologie forschen. In ihrem Buch «Zerstörungslust – Elemente des demokratischen Faschismus» befassen sie sich mit der Frage, warum Trump oder die AfD Mehrheiten begeistern. Ausgehend von dieser «Zerstörungslust» will das Gespräch in Richtung Hoffnung denken.

Zürich sogar theater, Josefstrasse 106 (im Innenhof), Do, 22. Januar 2026, 19 Uhr. www.sogar.ch

Tour de Lorraine

Wie können wir uns in dieser krisengeschüttelten Welt davor schützen, in Resignation zu verfallen? Davor, uns als einsame, machtlose Zuschauer:innen des Geschehens zu fühlen? Bei der «Tour de Lorraine» – im Jahr 2000 als Solidaritäts- und Widerstandsfest aus den Protesten gegen das Wef und die neoliberale Globalisierung entstanden – dreht sich dieses Jahr alles um das Thema Widerstand. In Workshops, bei Filmvorführungen und weiteren Kulturanlässen sollen andere Blickwinkel entdeckt und Möglichkeiten diskutiert werden, wie wir gemeinsam Widerstand leisten können.

Bern Diverse Lokale, Fr, 23. Januar, bis Sa, 31. Januar 2026. www.tourdelorraine.ch

Kapitalismus und Krieg

Die Diskussionsveranstaltung «Schweizer Kapitalismus in der Zeitenwende» widmet sich der Position des Landes in einer Phase geopolitischer, wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Umbrüche: Wie definiert die Schweiz ihre Rolle im westlichen Machtgefüge neu? Wie behauptet sich der Kleinstaat in multiplen Krisen, und weshalb rüstet er derzeit auch sicherheitspolitisch auf? Ausgangspunkt ist das Buch «Schweizer Kapitalismus», dessen Herausgeber Arman Spéth, Dominic Iten und Lukas Brügger ihre Analysen und Thesen an der Veranstaltung vor- und zur Debatte stellen.

Aarau Flösserplatz, Flösserstrasse 7, Do, 29. Januar 2026, 20 Uhr.

Aufrüstung und Krieg – alternativlose Gewaltspirale statt glaubwürdige Friedenspolitik? Krieg, Aufrüstung und deren Zusammenhänge mit dem «Kapitalismus im Krisenmodus» stehen im Zentrum einer Vortragsreihe von linksbuendig.ch. Fabio Vighi, Professor für Philosophie und kritische Theorie an der Universität Cardiff, erläutert in seinem Vortrag die kollektive Verleugnung des Endes der kapitalistischen Produktionsweise, die Wahngebilde des Finanzkapitalismus und wie sie uns in eine neue Barbarei des Krieges führen.

Zürich Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, Fr, 23. Januar 2026, 19 Uhr.