Politour

Nr. 9 –

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Schulden

Ungeöffnete Mahnungen und Berge von Schulden: Der Dokumentarfilm «Nathalie» von Tamara Milošević porträtiert eine alleinerziehende Mutter aus Biel, die unter grosser Schuldenlast am Existenzminimum lebt. Nach der Vorführung diskutieren die Protagonistin Nathalie Allouche-Ludwig, Sara Koller von der Schuldenberatung und Simone Reiser von der Schuldenprävention der Stadt Zürich – auch darüber, weshalb wir alle mehr über Geld sprechen sollten.

Zürich Kino Riffraff, Neugasse 57–63, So, 1. März 2026, 11 Uhr. www.riffraff-houdini.ch

Feminismus

Feministische Solidarität verändert die Gesellschaft. Wie kommt widerständige Bezogenheit unter Frauen im Kontext aktueller Krisen und Zerwürfnisse zum Tragen? Der Soziologe Ueli Mäder spricht mit der Soziologin und Geschlechterforscherin Franziska Schutzbach, Autorin des Buchs «Revolution der Verbundenheit».

Sissach Bistro Cheesmeyer, Hauptstrasse 55, Do, 26. Februar 2026, 19.30 Uhr.

Raum

Was ist Raum, und wie leben die Menschen darin? Warum können wir ihn nicht besser gestalten, gerade auch für eine Zehn-Millionen-Schweiz? Benedikt Loderer, Architekturkritiker, Städtebeobachter und Kulturanalytiker, präsentiert ausgewählte Bücher zum Thema Raum, von Camillo Sitte über Otto Friedrich Bollnow bis zu Gaston Bachelard.

Zürich bücherraum f, Jungstrasse 9, Do, 5. März 2026, 19 Uhr. www.buecherraumf.ch

Völkerrecht in Gaza

Nach zwei Jahren Krieg ist die humanitäre Lage im Gazastreifen katastrophal. Die anhaltende Gewalt und die Lage der Zivilbevölkerung stellen die internationale Gemeinschaft vor rechtliche und moralische Fragen: Wie kann die Einhaltung von Völkerrecht und Menschenrechten in bewaffneten Konflikten durchgesetzt werden? Welche Verantwortung trägt die Schweiz? Und wie steht es um die humanitäre Hilfe und die Zivilbevölkerung in Gaza? Es diskutieren Sandra Lendenmann Winterberg (Botschafterin und Vizedirektorin der Direktion für Völkerrecht im EDA), Marco Sassòli (Honorarprofessor an der juristischen Fakultät der Uni Genf) und Nora Kronig (Direktorin Schweizerisches Rotes Kreuz).

Bern Polit-Forum, Käfigturm, Marktgasse 67, Mi, 4. März 2026, 18.30 Uhr. Infos und Livestream: www.polit-forum-bern.ch.

Demo gegen Aufrüstung

«Wir tragen eure Aufrüstung nicht!» Gespart wird beim Sozialstaat, bei Gesundheit, Bildung, Sport und Kultur, während Banken, Rüstungskonzerne und Immobilienbesitzer:innen Rekordgewinne machen. Diese Politik verschärft soziale Spaltung, erhöht die Arbeitslosigkeit, drückt die Löhne, zerstört demokratische Teilhabe und führt zu Unsicherheit – ökonomisch, sozial und ökologisch. Ein Bündnis gegen Austerität ruft deshalb zur Demonstration auf.

Zürich Helvetiaplatz, Sa, 28. Februar 2026, 16 Uhr. www.sozialismus.ch/veranstaltungen

Patriarchat

Autoritäre Regimes sind im Aufwind, liberale Werte geraten unter Druck, Frauen- und Queerfeindlichkeit nehmen zu. Kehrt das Patriarchat zurück? Nein, sagt Antje Schrupp. Ihr Buch «Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern» feiert Vernissage. Im Gespräch mit der Autorin wird thematisiert, welche feministischen Perspektiven in diesem «postpatriarchalen Chaos» (nicht) hilfreich sind und wie wir zu einer freiheitlichen Gesellschaft beitragen können.

Zürich Paulus Akademie, Pfingstweidstrasse 28, Fr, 27. Februar 2026, 18.30 Uhr. Um Anmeldung wird gebeten unter paulusakademie.ch.

Gletschernatur

Wie gehen wir generell mit der Natur um? Dieser Frage geht der Filmemacher und ehemalige Profisnowboarder Harry Putz auf seiner Reise zu Alpengletschern nach. Nach der Vorführung von «Requiem in Weiss. Das würdelose Sterben unserer Gletscher» diskutieren Maren Kern (Geschäftsleiterin Mountain Wilderness Schweiz), Felix Keller (Glaziologe und Experte bei der Cover Project Foundation) und Brigitte Wolf, die mit der Oberwalliser Gruppe Umwelt und Verkehr eine Petition zu «Befreiung und Schutz des Rhonegletschers» lanciert hat.

Bern Alpines Museum, Helvetiaplatz 4, Mi, 4. März 2026, 19.30 Uhr.

Jenische Geschichte

Im Februar ist das Buch «Reden, um nicht zu ersticken» von WOZ-Kulturredaktorin Silvia Süess erschienen. Es erzählt die Lebensgeschichte von Uschi Waser, die als eines von Hunderten «Kindern der Landstrasse» ihrer Familie entrissen und fremdplatziert wurde. Für eine Buchvernissage sind Süess und Waser in der Paulus-Akademie in Zürich zu Gast.

Zürich Paulus Akademie, Pfingstweidstrasse 28, Do, 5. März 2026, 19.30 Uhr. Um Anmeldung wird gebeten unter paulusakademie.ch.