Iran – Ende eines Aufstands

Le Monde diplomatique –

Nach dem Massaker an tausenden Demonstrant:innen ist das Regime in Teheran auch außenpolitisch weiter unter Druck geraten. Die USA drohen mit Militärschlägen und haben Iran an den Verhandlungstisch gezwungen. Dass es bald zu einer Einigung kommt, ist unwahrscheinlich. Derweil gehen die Repressionen gegen die gebeutelte iranische Bevölkerung weiter.

Solidaritätsdemo am 17. Januar in Paris
Solidaritätsdemo am 17. Januar in Paris Foto: KARIM AIT ADJEDJOU picture alliance/abaca

Der jüngste Aufstand in Iran begann am 28. Dezember mit den Protesten der Händler im Großen Basar von Teheran. Er radikalisierte sich schnell. „Das ist das Jahr des Bluts!“, tönte es auf den Straßen, oder: „Tod dem Diktator!“ Und was bis vor Kurzem noch undenkbar war: Es wurde die Flagge des Schah-Regimes geschwenkt, Rot-Weiß-Grün mit Löwenkopf und Sonne. Reza Pahlavi, der 65-jährige Sohn des letzten Schahs, hatte aus dem US-amerikanischen Exil die Iraner:innen dazu aufgerufen, auf die Straße zu gehen.

Um diesen Artikel zu lesen, haben Sie drei Möglichkeiten:

Jetzt die WOZ abonnieren Login (für Abonnent:innen) App laden und Einzelausgabe kaufen