Profiteur Russland?
Der russische Staatshaushalt basiert auf einem prognostizierten Ölpreis von 59 Dollar pro Barrel Ural-Öl. Nun profitiert er von den stark steigenden Ölpreisen im Zuge des Irankriegs. Bereits Anfang März waren sie kurzzeitig auf fast 120 US-Dollar pro Barrel der Nordseesorte Brent gestiegen.
Aus Sorge um die Energiemärkte – und gegen den Protest aus mehreren europäischen Hauptstädten – haben die USA zudem vorübergehend ihre Sanktionen gegen Indien ausgesetzt, die dem Land den Kauf von russischem Öl verbieten. Und der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán forderte im Wahlkampf von der Ukraine, dass sein Land wieder mit russischem Öl über die Druschba-Pipeline versorgt werden müsse, andernfalls werde er weiterhin die Vergabe des für Kyjiw entscheidenden EU-Kredits über 90 Milliarden Euro blockieren.