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Le Monde diplomatique –

Großangriff in Mali

Ende April haben in Mali Dschihadisten und separatistische Tuareg-Rebellen mehrere Städte angegriffen, darunter die Hauptstadt Bamako. Es war der größte koordinierte Angriff, den Mali seit 2012 erlebt hat. Dort regiert nach zwei Putschen im August 2020 und im Mai 2021 eine Militärregierung. Auch in den Nachbarstaaten Burkina Faso und Niger sind Militärs an der Macht. Die Gewalt in der Sahelregion bekommen die Juntas aber ebenso wenig in den Griff wie die vorherigen Regierungen, wie Nina Wílén in der LMd-Septemberausgabe 2025 in „Hilflose Autokraten“ ausführte. Die malische Armee war von 2013 und 2023 durch die UN-Mission Minusma und von 2013 bis 2022 von französischen Truppen unterstützt worden. Die Putschisten beendeten die Kooperation und holten Söldner des russischen Afrikakorps (ehemals Wagner) ins Land, wie Philippe Baqué im Januar 2024 in „Endloser Krieg in Mali“ schilderte. Die jüngsten Entwicklungen könnten den Anfang vom Ende der russischen Präsenz in Mali markieren. Das Afrikakorps musste sich aus der strategisch wichtigen Stadt Kidal zurückziehen, die daraufhin von den Rebellen besetzt wurde.

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