Reden, um nicht zu ersticken

Buchvernissage mit Gespräch

Gäste
Silvia Süess, Autorin und WOZ-Redaktorin
Uschi Waser, Betroffene

Leitung/Moderation
Caroline Krüger, Fachbereichsleitung Diversität und Teilhabe, Paulus Akademie

Die Verfolgung der Jenischen in der Schweiz ist ein «Verbrechen gegen die Menschlichkeit». Zu diesem Schluss kommt im Februar 2025 ein im Auftrag des Eidgenössischen Departements des Innern erstelltes Rechtsgutachten. Von 1926 bis 1973 wurden über 600 jenische Kinder vom «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse» ihren Familien entrissen. Das wegweisende Rechtsgutachten ist dem jahrzehntelangen Kampf der Betroffenen zu verdanken. Eine von ihnen ist Uschi Waser. «Reden, um nicht zu ersticken» zeigt anhand ihrer Lebensgeschichte, mit welcher systematischen Grausamkeit «Kinder der Landstrasse» gegen Familien vorging und welche Folgen das für die Betroffenen bis heute hat. Im Gespräch mit ihr und der Autorin Silvia Süess nähern wir uns diesem dunklen Kapitel der Schweizer Geschichte an.

Unkostenbeitrag (inkl. Umtrunk): 30 Franken / 20 Franken *
* für Mitglieder Gönnerverein Paulus Akademie und FKSZ, mit KulturLegi, AHV/IV- oder Studierenden-Ausweis

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis 1. März 2026.

Einige Exemplare des Buchs werden an der Veranstaltung vom Verlag zum Verkauf angeboten.

Silvia Süess «Reden, um nicht zu ersticken; Uschi Waser – die Lebensgeschichte einer Jenischen», Rotpunktverlag 2026:

Die Verfolgung der Jenischen in der Schweiz ist ein «Verbrechen gegen die Menschlichkeit». Zu diesem Schluss kommt im Februar 2025 ein im Auftrag des Eidgenössischen Departements des Innern erstelltes Rechtsgutachten. Von 1926 bis 1973 wurden über 600 jenische Kinder vom «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse» ihren Familien unter dem Vorwand, sie vor einem liederlichen Leben zu retten, entrissen. «Kinder der Landstrasse» war eine Aktion der Stiftung Pro Juventute, durchgeführt mit Unterstützung der Behörden.

Das wegweisende Rechtsgutachten ist dem jahrzehntelangen Kampf der Betroffenen zu verdanken. Eine von ihnen ist Uschi Waser. Als Kleinkind wurde sie ihrer jenischen Mutter weggenommen. Sie wuchs in unzähligen Heimen auf, wo sie Gewalt und Demütigung erlebte. Erst mit über dreißig Jahren erfuhr sie, dass hinter ihrer leidvollen Kindheit und Jugend die Stiftung Pro Juventute stand. Als sie ihre Akten las, brach sie zusammen.

Reden, um nicht zu ersticken zeigt anhand ihrer Lebensgeschichte, mit welcher systematischen Grausamkeit «Kinder der Landstrasse» gegen Familien vorging und welche Folgen das für die Betroffenen bis heute hat. Zugleich erzählt das Buch von einer Frau, die unermüdlich um Rehabilitierung und Gerechtigkeit kämpft.

Das Buch ist auch im WOZ-Shop erhältlich.