Nr. 22/2009 vom 28.05.2009

Pfingstbräuche

Von Stephan Pörtner

Das Hundeschiessen ist ein alter, aber heftig umstrittener Brauch. Seit den fünfziger Jahren kommt es dabei zu Auseinandersetzungen zwischen Tierschützern, Hundehassern, Veganern und Waffennarren. Vor lauter Krawall ging der eigentliche Zweck der Feier, die jeweils am zweiten Blusttag im Spätfrühling stattfindet, immer mehr verloren. Früher jagte man die Hunde durch die Altstadt, schoss sie zusammen und verarbeitete sie zu Pâté, der am Pfingstwochenende mit Knochenbrot verspeist wurde. Heutzutage fahren die Hunde an diesem Tag in den Schwarzwald, und es gibt vor allem Verletzte und nichts zu essen. Hoffentlich besinnt man sich in Krisenzeiten wieder auf den eigentlichen Zweck des Brauchs.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Unterstützen Sie die WOZ als Ganzes mit einer Flattr-Spende.

Spenden mit Flattr

Drücken Sie ihr Interesse am Text Pfingstbräuche aus und tätigen Sie eine spezifische Flattr-Spende.

Spenden mit Flattr