Nr. 10/2009 vom 05.03.2009

Luftrumpeln

Von Stephan Pörtner

In einer grossen Tanzbaracke in der Nähe des Konterwaldes herrschte Hochbetrieb. Neben den üblichen sechsundachtzig Stammpaaren drängten sich beinahe tausend EinzelgängerInnen, Auswärtige und Paarungswillige in dem Schuppen. Als der Kapellmeister Trumbum dann den grössten Hit spielen liess, gab es kein Halten mehr, und das ganze Gehütt erhitzte sich derart, dass es sich, von den Feiernden unbemerkt, neunzig Meter in die Luft erhob. Erst als es mit einem lauten Rumpeln zurück auf die Erde krachte, fühlte die eine oder der andere eine leichte Erschütterung. Trotzdem konnte sich am nächsten Tag niemand erklären, wie seine Knochen in diese ungewohnte Reihenfolge gekommen waren.

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