Nr. 32/2010 vom 12.08.2010

Alles in Ordnung

Von Stephan Pörtner

Diese Saison blieb niemand allein, dank Public Viewing und Festwirtschaft. Weil das Leben nichts wert ist, wenn einem keiner dabei zuschaut, wurde dafür gesorgt, dass das Emotionale in geordnete Bahnen gelenkt und gemeinsam begangen wurde, nicht, dass es am Schluss wieder hiess, wir lebten in einer kalten Welt. Was ohnehin nicht stimmen konnte, weil es heiss war. Aber das interessierte die, die sowieso immer dagegen waren, bekanntlich wenig. Beim ersten Gewitter sahen sie sich bestätigt, obwohl die Masse innig verschmolz und ein Wir-Gefühl erzeugte, das noch bis an den Skilift halten würde, wenn man sich bloss ein wenig Mühe gab.

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