Nr. 45/2011 vom 10.11.2011

Afrika

Wir nehmen Afrika weitgehend als Krisenkontinent wahr, als Kontinent der Armut, der Hungersnöte und der Kriege. Extrem ist die Kluft zwischen absolutem Reichtum weniger und dem Elend vieler. Der Journalist und langjährige Afrika-Korrespondent von Radio DRS, Ruedi Küng, spricht im Rahmen der Politischen Abendgottesdienste über das reiche und das arme Afrika. Mit Gitarrenmusik von Themba Ndlovu.

Zürich Fraumünsterchor (Münsterhof, Eingang Limmatseite), Fr, 11. November, 18.15 Uhr.

Digitales

Wie prägen Handy, Computer und Internet die Art und Weise, wie wir Freundschaften pflegen? Darf man eine Beziehung per SMS beenden? Zwölfjährige unbeaufsichtigt surfen lassen? Soll man Killergames verbieten? Damit beschäftigt sich die Ausstellung «HOME – Willkommen im digitalen Leben».

Lenzburg Stapferhaus, Zeughausareal Ringstrasse West 19. Die Ausstellung läuft noch bis 27.  November.

Elektrizität

Die aktuelle Ausstellung in der Zürcher Shedhalle beschäftigt sich nicht nur mit dem Phänomen Elektrizität aus künstlerischer Perspektive, sondern trifft auch auf gegenwärtige Debatten um Energiepolitik in der Schweiz und in Europa. Der CrossTalk «Quo vadis Schweiz» wird die aktuelle Herausforderung der Energiewirtschaft, der Energiepolitik und den Umgang mit Elektrizität in der Schweiz thematisieren sowie die praktische und visionäre Zukunft einer nachhaltigen Energieerzeugung vor dem Hintergrund des Klimawandels und des Ausstiegs aus der Atomenergie. Die Teilnehmer: Franz Baumgartner (Professor für Elektrotechnik und erneuerbare Energien, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften), Frank Rutschmann (Leiter Sektion Erneuerbare Energien, Bundesamt für Energie) und WOZ-Mitarbeiter Marcel Hänggi (Autor von «Ausgepowert. Das Ende des Ölzeitalters als Chance»). Moderation: Marion Mertens (Umweltwissenschaftlerin Life Science, Basel).

Zürich Shedhalle, Seestrasse 395, Fr, 11. November, 19 Uhr.

Italiener in der Schweiz

Angelo Maiolino beleuchtet in seinem soeben erschienenen Buch «Als die Italiener noch Tschinggen waren» die Schwarzenbach-Initiative von 1970 aus der Perspektive der italienischen Immigranten, während Vincenzo Todisco in seinem neuen Roman «Rocco und Marittimo» die Geschichte einer Einwanderung aus der Welt des Mittelmeers in die Schweizer Berge erzählt. Cantautore Marco Todisco singt auf Italienisch und Schweizerdeutsch. Andreas Simmen, Programmleiter Rotpunktverlag, spricht mit Maiolino und Todisco über Migration und Identität.

Zürich Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13, Mi, 16. November, 19 Uhr. Im Anschluss Apéro italiano.

Jugendliche

Der Jugend gehört die Zukunft? Angesichts der aktuellen Krisen muss man fragen: Welche Zukunft? Gibt die Jugend eine Antwort? Die AktivistInnen der Unia-Jugend Aargau diskutieren über das Verhältnis von Gewerkschaften und Parteien, gewerkschaftliche Antworten wie die Mindestlohn-Initiative und was sonst noch gemacht werden kann.

Baden UnvermeidBAR, Rathausgasse 22,
Sa, 12. November, 18.30 Uhr.

Nationalismen

Die ungarischen Parlamentswahlen von 2010 führten zu einem politischen Rechtsrutsch, der breite Aufmerksamkeit fand. Das Erstarken nationalistisch orientierter Parteien betrifft jedoch bei weitem nicht nur die osteuropäischen Transformationsländer: Ähnliche Entwicklungen sind auch in Westeuropa im Gang. In Dänemark zum Beispiel mit dem Aufstieg der Volkspartei. Auch in Schweizer Wahlkämpfen gewinnen nationalistische Argumente an Terrain. Der Traum vom «gemeinsamen Haus Europa» scheint dagegen passé. Der Wunsch nach einer starken Identität ist nachvollziehbar. Zugleich ist die gesellschaftliche und wirtschaftliche Realität aber zunehmend geprägt von Austausch und Durchmischung. Welche Rolle kommt hier der «nationalen Identität» zu? Andreas Oplatka (früherer Osteuropa-Korrespondent der NZZ und Lehrbeauftragter an der Andrassy-Universität Budapest), Andrea Schlenker (Politikwissenschaftlerin mit Forschungsschwerpunkt Europäische Identität) und Nicolas Hayoz (Politologe und Koordinator zahlreicher Forschungskooperationen mit WissenschaftlerInnen aus postsowjetischen Transformationsländern) halten Impulsreferate zu Nationalismus im europäischen Kontext. Im Anschluss folgt die Podiumsdiskussion «Identität durch Abgrenzung?» mit den ReferentInnen.

Zürich Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13,
Di, 15. November, 18–20.45 Uhr. Kosten (inkl. Imbiss): 20/40 Franken. Anmeldung möglichst rasch bei www.paulus-akademie.ch oder Telefon
043 336 70 41.

Zentralamerika

Der Film «El oro o la vida» von Álvaro Revenga (Guatemala 2011) beschäftigt sich mit Rekolonialisierung und Widerstand in Zentralamerika. Er dokumentiert den Widerstand der Bevölkerung gegen ein Megaprojekt, die Goldmine Marlin im Hochland von Guatemala, und die massiven sozialen und ökologischen Auswirkungen der Mine auf die umliegenden Gemeinden. Doña Teresa lebt in einem Dorf unterhalb der Mine und muss jeden Tag mit kontaminiertem Wasser waschen. Alvaro Ramazzini, Bischof von San Marcos, empört sich zunehmend angesichts der Bergbauexpansion. Für David Deisly, Vizepräsident des kanadischen Minenunternehmens Goldcorp, gibt es aber keinen Grund zur Beunruhigung.

Bern Kino Kunstmuseum, Hodlerstrasse 8,
Do, 17.  November, 19 Uhr.


In arabischen Ländern demonstrieren und kämpfen die Völker gegen Regimes und alte Männer an der Macht, stürzen sie und provozieren radikale Umbrüche. Was tut sich in Kuba, wo die Castros seit über fünfzig Jahren regieren? Auch unter Raúl Castro gibt es keine Anzeichen für einen grundlegenden Wandel. Wie ist die Situation auf der Insel heute? Welchen Weg geht Kuba? Im Nord-Süd-Haus spricht der kubanische Politologe, Theologe und Publizist Dimas Castellanos. Der ehemalige Uni-Professor und heutige Dissident ist ein profunder Kenner Kubas. Die anschliessende offene Gesprächsrunde wird vom Journalisten Niels Walter moderiert.

Winterthur Nord-Süd-Haus, 2. Stock, Steinberggasse 18, Do, 10. November, 20 Uhr, Eintritt frei (Kollekte für Referenten). Anschliessend offene Gesprächsrunde. Diskussion in Spanisch, bei Bedarf mit Übersetzung ins Deutsche.

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