Nr. 20/2012 vom 17.05.2012

Durch und durch

Von Karin Hoffsten

Der Tourismus ist in einer Krise. In der Schweiz bleiben die Hotelbetten leer, weil sie vielen zu teuer sind. In anderen Teilen der Welt gehört eine Entführung zum Reiseprogramm, was langfristig noch teurer wird. Aber am dümmsten läuft es derzeit für Griechenland. Mit Ägäis, Altertümern und ruhmreicher Geschichte ist die Wiege der Demokratie zwar das Reiseziel schlechthin, aber erst war das Geld weg und jetzt auch noch die Regierung.

Weil zahlende Gäste ebenfalls ausbleiben, bemühte man sich in einer «Themenzeitung von Smart Media» um touristische Schadensbegrenzung: «Sicher haben ehemalige griechische Politiker Fehler begangen. Der durchschnittliche Grieche aber kann dafür nichts. Und von der angeblich so schlimmen Staatskrise ist vor Ort nichts zu merken. (…) Wo immer man sich befindet, wird die Gastfreundschaft hochgehalten. Sie geht dem Griechen durch und durch, ist sie doch ein Teil der Lebensfreude dieses freundlichen Volkes. Es gibt immer Anlass für ein Fest, bei dem der Gast kaum darum herumkommen wird, mit einem Schluck Ouzo anzustossen und einen traditionellen Sirtaki zu tanzen.»

Wie gründlich hier Klischees und Vorurteile ausgeräumt wurden, dürfte den durchschnittlichen Griechen dankbar stimmen.

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