Nr. 02/2013 vom 10.01.2013

Tankstellenshopping: Das rät der Arzt

Von Kaspar SurberMail an AutorIn

Falls Sie denken, diese Mitteilung beantworte die Frage, ob die Frischbackzöpfe und der ganze Convenience-Food von den Tankstellen dick machen: Ertappt! Dann denken Sie nämlich nur an sich. Genau wie die IdeologInnen der IG Freiheit, die durchsetzen möchten, dass die Tankstellenshops an Hauptverkehrsstrassen über Nacht und am Sonntag offen halten.

Diese Woche hat die Sonntagsallianz, bestehend aus Gewerkschaften, Kirchen und linken Parteien, gegen diese Liberalisierung der Öffnungszeiten das Referendum ergriffen. An der Pressekonferenz erläuterte Arbeitsmediziner Klaus Stadtmüller, was das Shopping für die VerkäuferInnen bedeutet, die rund um die Uhr in der Tankstelle stehen müssten: Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Magenbeschwerden, Nervosität. «Der Mensch steht sozusagen neben sich», meinte Stadtmüller. «Deswegen ist die einheitliche Haltung der Arbeitsmediziner zu Nachtarbeit: So wenig wie möglich, nur so viel wie nötig.» Der Luxus der Einkaufsmöglichkeit rund um die Uhr rechtfertige Nachtarbeit nicht.

Nachtrag zur Reportage «Auf eigene Gefahr», WOZ Nr. 50/12.
Unterschriftenbogen finden Sie auf: 
www.sonntagsallianz.ch

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