Nr. 16/2013 vom 18.04.2013

Arabische Revolten

An den Veranstaltungen zur Ausstellung «Karama!» zur arabischen Revolution, treten Expertinnen und Experten aus dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf. Marie-Claude Meylan, Regionalkoordination Naher Osten und Nordafrika des EDA, spricht über diplomatische Möglichkeiten der Schweiz.
Bern Käfigturm, Polit-Forum des Bundes, Marktgasse 67, Do, 25. April 2013, 12.15 Uhr.

Armut

Im Dezember 2012 war es dreissig Jahre her, dass sich Erwerbslose in der damaligen Bundesrepublik Deutschland zusammengefunden hatten, um ihre Forderungen öffentlich zu machen. Die lange Zeitspanne ist Anlass genug, den Widerstandskampf von Erwerbslosen vorzustellen. Die ReferentInnen: der Sozialwissenschaftler Harald Rein und Anne Allex (Arbeitskreis «Marginalisierte gestern und heute!», «Runder Tisch gegen Erwerbslosigkeit und soziale Ausgrenzung»).
Basel Internetcafé Planet 13, Klybeckstrasse 60, Mo, 22. April 2013, 19 Uhr.

Ernährung

Das Romero-Haus zeigt «Die Zukunft pflanzen: Bio für 9 Milliarden» von Marie-Monique Robin (F 2012). Ein Wechsel zu agroökologischen Modellen der Nahrungsmittelproduktion ist notwendig, um die Folgen wie erschöpfte Böden und Wasserquellen, den Verlust von Artenvielfalt und den Umzug verarmter BäuerInnen in städtische Slums zu bremsen. Bei ihrer Recherche auf vier Kontinenten befragte Marie-Monique Robin AgronomInnen, ÖkonomInnen und VertreterInnen internationaler Hilfsorganisationen.
Luzern RomeroHaus, Kreuzbuchstrasse 44, 
Fr, 3. Mai 2013, 19.30 Uhr.

Geplant ist auch ein Workshoptag zum Konsumverhalten. Mit: João Almeida (foodwaste.ch), Laura Abbas (refiller.ch), Andrea Exer (Störköchin), Moritz Hofstetter (Juso Luzern), Anna Lemke und Elia Saeed von «Luzern blüht auf» sowie Michael Nanz, Vorstand der Menschenrechtsorganisation Fian Schweiz, die sich für das Recht auf Nahrung und Wasser einsetzt.
Luzern RomeroHaus, Kreuzbuchstrasse 44,
 Sa, 4. Mai 2013, 9.15–17 Uhr. Anmeldung bis 25. April 2013 unter www.romerohaus.ch.

Gold

Gold wird unter Einsatz hochgiftiger Substanzen abgebaut, was immense Schäden für Umwelt und Menschen verursachen kann. Doch Proteste gegen Grossminen werden sowohl in Peru wie Kolumbien immer wieder auch mit Gewalt unterdrückt. – Die Schweiz ist die wichtigste globale Golddrehscheibe: Schweizer Raffinerien verarbeiten mindestens ein Drittel des jährlich abgebauten Rohgolds, vier der neun grössten Goldraffinerien der Welt haben hier ihren Sitz. An einem Podium wird über die Rolle der Schweiz im Goldhandel diskutiert. Mit: Marco Arana (Menschenrechtsverteidiger und Umweltaktivist in Peru), Americo Mosquera (Vertreter des afro-kolumbianischen Gemeinschaftsrats Cocomopoca in Kolumbien), Stephan Rist (Center for Development and Environment, Universität Bern), Hans-Peter Egler (Staatssekretariat für Wirtschaft) und einem Vertreter der Raffinerie Metalor SA.
Bern World Trade Institute, Hallerstrasse 6, 
Raum 205, Mi, 24. April 2013, 18.30 Uhr.

Indigene Völker

Der Landhunger von Staaten und multinationalen Unternehmen raubt indigenen Völkern die Lebensgrundlagen. Mit dem «Weg der Menschenrechte 2013» wird dagegen protestiert. Unterwegs von Immensee zum Romero-Haus in Luzern kann man sich mit dem Recht auf Land und mit den Kämpfen indigener Völker um ein selbstbestimmtes Leben auseinandersetzen. Unterwegs gibts Zwischenhalte mit thematischen Inputs.
Ab Immensee Sa, 27. April 2013, 16.45–23 Uhr. 
Kosten: 20–30 Franken (mit Verpflegung). 
Weitere Infos und Anmeldung (bis 22. April 2013): 
www.romerohaus.ch.

Migration

«Bern schwarz» will Plattform sein für den Austausch mit Menschen aus Afrika, Lateinamerika und der Karibik. Es gibt eine Ausstellung mit Bildern, Installationen, Kleidern von Fatima Rubi (Nigeria), Francine Regnotto (Kamerun), Mariana Blok de Brito (Angola), Pat Santschi (Nigeria), René Maviaki (Kongo), Shedrach Uzenab (Nigeria), Walter Aiguokhian und Abiès Osarenkhoe (Nigeria). Thema eines Podiums ist die Wohnungs- und Arbeitssuche von Menschen mit schwarzer Hautfarbe. Mit: Joël Hakizimana (African Diaspora Youth Living in Europe / Schweiz), Awa N’diaye (Espace Afrique International), Céleste D. Ugochukwu (Afrika-Diaspora-Rat Schweiz), Nabil Ait-Mokthar (Le Pont), VertreterInnen einer Immobiliengesellschaft, von Co Habiter, der Polizei und des Arbeitsamts. Am frühen Abend führen Pat Santschi und Natacha Althaus ein Stück auf, und danach spielt Simon Tekle eritreische Musik. Das Abschlussfest verspricht Musik, Tanz, Essen, Trinken und eine Modeschau.
Bern Heiliggeistkirche, Spitalgasse 44. Ausstellung geöffnet Di / Mi, 11–18.30 Uhr, Do, 11–20.30 Uhr, Fr, 11–16.30 Uhr, bis 5. Mai 2013.
Sa, 20. April 2013: Infostände der schwarzen Gemeinschaften ab 14 Uhr, Podium ab 15 Uhr, Theater ab 17.30 Uhr, Simon Tekle ab 18.30 Uhr.
Sa, 4. Mai 2013: Abschlussfest in der Pfarrei Dreifaltigkeit, Taubenstrasse 12, ab 11 Uhr bis in die Nacht.
Genaue Termine von Auftritten und Modeschau: tinyurl.com/bs3mxh6.

Uno-Missionen

Der Schweizerische Friedensrat und das Forum Aussenpolitik (Foraus) laden ein zur Veranstaltung «Notwendigkeiten und Grenzen von Uno-Missionen». Über aktuelle Einsätze, Perspektiven einer Reform des Sicherheitsrats und den Beitrag der Schweiz sprechen Uno-Korrespondent Andreas Zumach, Daniel Ruf, Christian Schlund und Fabian Hunold (Autoren der Foraus-Studie «Entscheidungsraster für friedensfördernde Einsätze der Schweizer Armee»), Altnationalratspräsidentin Gret Haller und Daniel Speich Chassé, Professor für Geschichte an der Universität Zürich.
Zürich Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, 
Fr, 19. April 2013, 18 Uhr.

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