Nr. 27/2013 vom 04.07.2013

Autonome Schule

Die Autonome Schule Zürich lädt zu den Tagen der offenen Tür ein. Das Programm am Freitag: ab 12 Uhr Cafeteria, Filme, Info, 14 Uhr T-Shirt-Drucki, 16 Uhr Bibliotheksführung, 17 Uhr Trommeln, 18.30 Uhr Volksküche, 21 Uhr «Vol spécial», ein Film aus einem Ausschaffungsgefängnis. Samstag: 11 Uhr Brunch in der ASZ Rautistrasse, ab 12 Uhr Cafeteria, Filme, Info, 13 Uhr Bibliotheksführung, 14 Uhr Führung ASZ Rautistrasse, 15 Uhr Karikaturworkshop, 16 Uhr Vortrag über die ASZ, 17.30 Uhr Intergalaktischer Chor, 18 Uhr Volksküche, 19 Uhr Trommeln, 20 Uhr Podium «Krisensitzung Rassismus».
Zürich Autonome Schule (ASZ), 
Badenerstrasse 565 (ausser Brunch und Führung am Samstag), Fr, 5. Juli, und Sa, 6. Juli 2013. 
www.bildung-fuer-alle.ch

Linkes Zürich

Streiks, Demonstrationen und Kongresse sowie Zeitungen und Broschüren von Sozialistinnen, Anarchisten und Kommunistinnen prägten die Zürcher ArbeiterInnenbewegung und führten zum Roten Zürich der 1930er-Jahre. Darüber ist auf einem Stadtrundgang mehr zu erfahren.
Zürich Treffpunkt beim Coop Bahnhofbrücke, 
Mi, 10. Juli 2013, 18 Uhr. Kosten: 15/20 Franken, unter Vierzehnjährige gratis. Weitere interessante Rundgänge, die 2013 nicht in der Agenda sind, können individuell über info@stattreisen.ch gebucht werden. www.stattreisen.ch

Palästina / Israel

Der israelische Prawer-Begin-Plan («Law of Arrangement of Bedouin Settlement in the Negev») sieht die Zwangsumsiedlung von rund 30 000 BeduinInnen im Negev vor. Dort, wo sie heute noch leben, sollen jüdische Siedlungen entstehen sowie Wälder und Parks vom Keren Kayemeth Le-Israel Jewish National Fund angelegt werden. Das Siedlungsgebiet der BeduinInnen wird auf eine eng umschriebene Enklave beschränkt: Sie sollen sich in Rahat oder einer andern der sieben beduinischen Townships niederlassen.
Khalil al-Amour vom Negev Coexistence Forum, der aus dem nicht anerkannten beduinischen Dorf al-Sira stammt, wird über den Prawer-Begin-Plan und seine möglichen Folgen informieren.
Zürich Gemeinschaftsraum der Helmi, Hohlstrasse 86c, Sa, 6. Juli 2013, 17 Uhr.

Rohstoffe / Asyl

Waschmaschine, Handy oder Auto – für solche Produkte benötigt man seltene Rohstoffe wie Zinn, Wolfram, Tantal oder Gold. Und weil die Nachfrage boomt, arbeiten in Asien, Afrika und Lateinamerika zahllose Menschen im Bergbau. Oft illegal, unkontrolliert und unter unsäglichen Bedingungen. Die VerbraucherInnen in den Industrieländern profitieren von dieser Ausbeutung. Doch was wissen sie und die verarbeitende Industrie darüber? Und wollen sie überhaupt etwas wissen? Damit beschäftigt sich der Film «Sklavenarbeit für unseren Fortschritt» von Tilman Achtnich.
Anschliessend wird «La Forteresse» gezeigt, ein Dokumentarfilm von Fernand Melgar, der 2008 in Locarno den Goldenen Leoparden gewann. Er handelt vom Alltag im Empfangs- und Verfahrenszentrum für Asylsuchende in Vallorbe, Waadt. An diesem Übergangsort warten die Asylsuchenden quasi in Halbgefangenschaft und zum Nichtstun gezwungen darauf, dass der Bund über ihr Schicksal entscheidet.
Basel Internetcafé Planet 13, Klybeckstrasse 60, Fr, 5. Juli 2013, ab 20 Uhr.

Wohltätiges Winterthur

Im Mittelpunkt des Stadtrundgangs «Vom Chindsgi zum Altersheim» stehen Geschichten, die davon erzählen, wie soziale Probleme von privater Seite angepackt wurden und wie aus einigen von diesen Hilfseinrichtungen wichtige Institutionen geworden sind. Er führt zum ersten Kindergarten der Stadt über weitere Stationen bis zum Seniorenzentrum Wiesengrund. Unterwegs erfährt das Publikum, wo Hilfesuchende früher Rat fanden.
Geführt werden die Rundgänge von einem Frauentrio in Dialekt: Die Waisenhausmutter Morf freut sich über Neuerungen, die ihren Schützlingen zugute kommen, und eine Kindergärtnerin aus dem 19. Jahrhundert berichtet von den Bemühungen um die Arbeiterkinder. Eine Bahnhofsagentin präsentiert ihre Dienstleistung für gefährdete Arbeit suchende Mädchen, die wohnungssuchende Frau Stüdlin schildert ihre Probleme, und Frau Liechti erzählt vom ersten privaten Altersheim.
Winterthur Treffpunkt: Volière hinter dem Museum Lindengut (Römerstrasse 8), So, 7. Juli 2013, 11 Uhr. Männer sind ebenfalls willkommen.

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