Nr. 05/2014 vom 30.01.2014

Ernährung

Die Ernährung ist für zwanzig Prozent unseres Energieverbrauchs und für zwanzig Prozent unserer Treibhausgasemissionen verantwortlich. Worauf können wir als KonsumentInnen achten? Reicht der Einkauf von Produkten mit dem Biolabel? Soll ich den Biosaisonapfel aus Neuseeland kaufen oder lieber den gelagerten Apfel aus der Schweiz? Welche Produkte sind wirklich umweltschonend? Bei solchen Fragen setzen die Workshops «Bewusst kochen!» des Ökozentrums Langenbruck an. Ein Koch aus Basel oder aus der Region wird jeweils sein Wissen über nachhaltiges Kochen teilen. Das sinnliche Element des Kochens soll mit der Vermittlung von Hintergrundinformationen und dem Kennenlernen von Alternativen für einen nachhaltigen Konsum verbunden werden.

Basel Frank, Theaterstrasse 7, Di, 4. Februar 2014, ab 18 Uhr. Weitere Termine: 25. Februar und 18. April 2014. Kosten 120 Franken pro Anlass. Anmeldungen: 
061 681 15 15 oder mail@frankbasel.ch.

Woher stammen unsere Nahrungsmittel? Wie werden sie produziert? Unsere Kaufentscheide haben Auswirkungen auf unsere Gesundheit, beeinflussen aber auch die Umwelt und das Leben anderer Menschen. Die Wanderausstellung «Wir essen die Welt» von Helvetas über Genuss, Geschäft, Hunger, Überfluss und Globalisierung ist derzeit noch in Aarau zu sehen und wird danach in Bern gezeigt.

An der Vernissage wird Bundesrat Johann Schneider-Ammann die Eröffnungsrede halten, und es gibt eine Gesprächsrunde mit Nadine Felix, Geschäftsführerin der Stiftung Mercator Schweiz, und Melchior Lengsfeld, Geschäftsleiter Helvetas Swiss Intercooperation.

Aarau Naturama Aargau, Feerstrasse 17, 
Di–So, 10–17 Uhr. Bis 9. Februar 2014.

Bern Käfigturm, Marktgasse 67, ab 21. Februar 2014. Vernissage Do, 20. Februar 2014, 18.30 Uhr, mit Apéro riche (es wird um Anmeldung gebeten: 
www.amiando.com/WEDW1.html oder unter 
031 322 75 00). Die Ausstellung wird 
später noch in weiteren Städten gezeigt.

Holocaust

Die Pädagogische Hochschule FHNW bringt eine Wanderausstellung über Carl Lutz nach Aarau, Windisch und Solothurn. Lutz war während des Zweiten Weltkriegs als Vizekonsul der Schweiz in Budapest stationiert. Hier gelang es ihm zusammen mit mutigen WiderstandskämpferInnen, insgesamt 62 000 ungarische JüdInnen vor der Deportation zu retten und ihnen die Durchreise nach Israel zu ermöglichen, indem er ihnen Schutzpässe ausstellte. Während Carl Lutz in Deutschland das Bundesverdienstkreuz erhielt und von der israelischen Holocaustgedenkstätte Yad Vashem geehrt wurde, blieb die offizielle Schweiz ihm gegenüber lange gleichgültig.

Solothurn Bibliothek der Pädagogischen Hochschule FHNW, bis 8. Februar 2014.

Aarau Reithalle, 10.–15. Februar 2014.

Brugg-Windisch Campus, 17.–21. Februar 2014.

Indigene Völker

Seit dem Aufstand der Zapatistas in Chiapas ist klar, dass Lateinamerikas Indigene für ihre Rechte auf ein eigenes, selbstverwaltetes Leben einstehen. Der Mapuche-Aktivist Vicente Painel aus Chile wird in seinem Vortrag über die Aktivitäten und Hintergründe der indigenen Bewegungen informieren.

Zürich Autonome Schule, Badenerstrasse 565, 
So, 2. Februar 2014, 19 Uhr.

Migration

Im Rahmen des Projekts «Berufsmentoring» der feministischen Friedensorganisation CFD wird zum Werkstattgespräch «Herausforderungen beim Integrationsprozess» eingeladen. Die ReferentInnen: Jazmín Vázquez (Studium der Literatur-, Sprach- und Politikwissenschaft, Redaktorin und Moderatorin bei Interradional, der interkulturellen Redaktion von Radio Rabe) und Christoph Baettig (Deutschkursleiter Informationsstelle für Ausländerinnen- und Ausländerfragen). Ziel ist es, gute Tipps zu geben, um Schwierigkeiten in der Schweiz zu überwinden.

Bern Polit-Forum Käfigturm, Marktgasse 67, 
Do, 13. Februar 2014, 18.45 Uhr. Anmeldungen bis 
10. Februar an integrationsprozesscfd@gmail.com.

Das Café Migration bietet einmal monatlich Gelegenheit, in lockerem und gemütlichem Rahmen mit Fachpersonen über ausgewählte Aspekte der Migration zu diskutieren. Die nächste Veranstaltung trägt den Titel «Geflüchtet und doch kein Flüchtling?». Längst nicht alle wissen, wer in der Schweiz aus rechtlicher Sicht überhaupt ein Flüchtling ist. Welche Umstände sind als Fluchtgründe anerkannt? Was geschieht mit jenen Menschen, die aus anderen Gründen flüchten? Die Juristin und Leiterin der Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende, Kathrin Stutz, gibt Einblick in das komplexe Asylrecht.

Zürich Solino, Schanzengraben 15 (Eingang 
hinter dem Haus), Mi, 5. Februar 2014, 18–20 Uhr. Unkostenbeitrag: 10 Franken inklusive Getränk.

Naher Osten – Europa

Die Schlussveranstaltung in der Vortragsreihe «Bedrohte Werte? Europa und der Nahe Osten unter Globalisierungsdruck» steht unter dem Titel «Vom Konflikt zur Partnerschaft?». Die Referate: «Blick aus der Vergangenheit: Von den Kreuzzügen zum Nahostkonflikt» (Rainer Christoph Schwinges vom Historischen Institut der Universität Bern) und «Perspective du présent: les sociétés du Proche-Orient dans les turbulences de la modernisation» (Youssef Courbage, Demograf und Autor aus Paris). Nach einer Kaffeepause diskutiert man, ob es eine neue Partnerschaft zwischen Europa und dem Nahen Osten geben kann. Neben den Referenten nehmen Nahostexperte Arnold Hottinger, Susanne Schanda, Kulturjournalistin mit Schwerpunkt Nahost, und Reinhard Schulze vom Institut für Islamwissenschaft der Universität Bern teil.

Bern UniS, Raum A003, Schanzeneckstrasse 1, 
Sa, 15. Februar 2014, ab 9 Uhr, Stehapéro ab 13 Uhr. Anmeldung (bis 10. Februar) notwendig: 
www.forum.unibe.ch/de/pro_Wertekonflikte.htm.

Philosophie

Das Buch «Der Wahnsinn der Philosophie» des Psychiaters, Psychoanalytikers und Philosophen Daniel Strassberg stellt in einer Tour d’Horizon von Platon bis Deleuze unterschiedliche Bemühungen der Grenzziehung zwischen dem Rationalen und dem Wahn vor und zeigt dabei, wie es der Irrationalität immer wieder gelingt, sich inmitten der Vernunft festzusetzen. «Der Wahnsinn der Philosophie» ist mit dem Missing-Link-Preis des Psychoanalytischen Seminars Zürich ausgezeichnet worden. Nun wird Vernissage gefeiert mit einem Gespräch zwischen Strassberg und dem Philosophen Michael Hampe über das Erzählerische in der Philosophie.

Zürich Buchhandlung Klio, Zähringerstrasse 45, Mo, 3. Februar 2014, 20 Uhr.

Russland

Anlässlich des Auftakts der Olympischen Winterspiele in Sotschi wird in der Reihe «Politik am Stehtisch» im Theater Winkelwiese über deren Bedeutung für die politische Situation in Russland diskutiert und davon ausgehend ein Blick auf das innenpolitische Kräfteverhältnis zwischen Wladimir Putin und Dmitri Medwedew sowie auf die neue aktive Aussenpolitik Moskaus geworfen, zum Beispiel in den Konflikten um Syrien und das iranische Atomprogramm. Im März 2014 jährt sich die Verhaftung der Pussy-Riot-Bandmitglieder zum zweiten Mal. Ist die Opposition in Russland dadurch gebändigt, oder sind anlässlich der Winterspiele weitere Aktivitäten und gewaltsame Polizeieinsätze zu erwarten? Lässt sich der Widerstand weiterhin durch omnipräsente Gewalt und mediale Kontrolle der Regierung in Schach halten? Wohin steuert Russland?

Diese Fragen diskutiert Gastgeber Andreas Zumach mit Roman Berger, 1991 bis 2001 Moskaukorrespondent des «Tages-Anzeigers» und Autor von «Russland hinter den Schlagzeilen». Beide schreiben regelmässig für die WOZ.

Zürich Theater an der Winkelwiese, Winkelwiese 4, Di, 4. Februar 2014, 20.30 Uhr.

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