Nr. 15/2014 vom 10.04.2014

Mein Gesundheitstipp

Von Karin HoffstenMail an AutorIn

Mein Gesundheitstipp

Sind Sie auch so traurig, weil der böse Bärenpapa das Bärchen Nr. 3 ermordet hat? Und empört, weil laut Tierparkleitung gleich auch noch Bärchen Nr. 4 vorbeugend «euthanasiert» wurde? Genau wie kürzlich ein Giraffenknäblein und vier Löwen im sonst so friedlichen Kopenhagen? Ja, es gibt Dinge in der Welt, da könnte man nur noch weinen.

Aber es erfrischt auch. Wie wichtig Trauer und Empörung für die seelische Gesundheit sind, wussten schon die alten Griechen, weshalb sie die Katharsis erfanden. Drum hier von mir ein einfacher Tipp, wie Sie für wenig Geld noch viel trauriger und empörter werden können: Schauen Sie im aktuellen «Beobachter» die Bilder der Menschen an, die einst behördlich «versorgt» wurden, und lesen Sie ihre Porträts.

Und sollten diese Schicksale Sie trotz der Gnade Ihrer späten Geburt ausreichend berühren und empören, gelangen Sie folgendermassen zur Katharsis: Sie unterschreiben sofort die Initiative, die für diese rund 20 000 Menschen eine finanzielle Wiedergutmachung über 500 Millionen Franken fordert – und zwar bevor alle gestorben sind. Diese Summe entspräche gerade einmal fünf Monatslöhnen zu je 5000 Franken pro Person.

Das wären übrigens fünf Prozent der zehn Milliarden, über die Sie am 18. Mai befinden sollen. Aber bis dann werden wir hier sicher noch ein paarmal gemeinsam rechnen.

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