Nr. 24/2014 vom 12.06.2014

Bootsflüchtlingstage

Der Weg unzähliger Flüchtlinge nach Europa führt über das Mittelmeer. Es ist viel zu oft ein tödlicher Weg. Vor zehn Jahren hat der deutsche Schiffskapitän Stefan Schmidt vor der Mittelmeerinsel Lampedusa ein deutliches Zeichen gesetzt und 37 afrikanische Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Zurück an Land, wurde er wegen «Beihilfe zur illegalen Einreise» angeklagt. Schmidts Geschichte offenbart das Scheitern der europäischen Flüchtlingspolitik und zeigt zugleich Alternativen auf. In den nächsten Tagen ist der Mitbegründer der Menschenrechtsorganisation Borderline-Europe in der Schweiz im Rahmen der Bootsflüchtlingstage in Landquart und Zürich unterwegs. Zum Veranstaltungszyklus gehören zudem eine Ausstellung, Filmvorführungen, Gedenkgottesdienste und Podiumsgespräche.

Landquart Kirchgemeindehaus, Do, 12. Juni 2014, 19.30 Uhr; Zürich Diverse Auftrittsorte, Vernissage am Fr, 13. Juni 2014, 20 Uhr in der Predigerkirche; 
der Veranstaltungszyklus dauert bis Mo, 7. Juli 2014. 
www.zh.ref.ch/boot

Flüchtlingstag

In Basel wird am Samstag, 14. Juni, dem nationalen Flüchtlingstag, gefeiert. Das Uno-Flüchtlingshochkommissariat beteiligt sich am Fest.

Basel Claraplatz, Sa, 14. Juni 2014, von 11 bis 18 Uhr.

Food Waste

Unter dem Motto «Erste Erfolge – neue Perspektiven» findet in Zollikofen das zweite nationale Forum über Food Waste statt. Was können Städte und Gemeinden gegen die Verschwendung von Lebensmitteln unternehmen?

Zollikofen Hochschule für Agrar-, Forst- 
und Lebensmittelwissenschaften, Mo, 16. Juni 2014, 
ab 8.30 Uhr. www.foodwaste.ch

Frauenstadtrundgang

Am 14. Juni 1991 streikten über eine halbe Million Frauen in der ganzen Schweiz. In Gedenken daran steht der Frauenstadtrundgang in Zürich unter dem Motto: «ArbeiterInnen in Aussersihl».

Zürich Werdplatz, Sa, 14. Juni 2014, 16.15 Uhr.

Freihandel

Am 1. Juli tritt das umstrittene Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China in Kraft. Mit weiteren Ländern finden zurzeit intensive Verhandlungen statt. Viele dieser Abkommen sind aus einer menschenrechtlichen Sicht problematisch. Im Zürcher Volkshaus gibt es eine Podiumsdiskussion zum Thema.

Zürich Volkshaus, Gelber Saal, Do, 19. Juni 2014, 19 Uhr.

Pride Festival

Am kommenden Wochenende gibt es auf dem Zürcher Kasernenareal das Pride Festival, den grössten LGBT-Anlass der Schweiz. Bereits am Donnerstagabend diskutieren Kirchenvertreter in der Wasserkirche über das Thema «Nächstenliebe andersrum. Sexuelle Vielfalt in der Kirche». Am Samstagnachmittag steht die Demo durch Zürich an: vom Helvetiaplatz zum Werdmühleplatz.

Zürich Diverse Auftrittsorte, ab Do, 12. Juni 2014. 
www.zhpf.ch

Lampedusa

Eine Schauspielerin, ein Sänger und ein Pianist arbeiten sich durch Akten, Interviews und Anklageschriften aus laufenden Asylverfahren. Daraus entsteht der Musiktheaterabend «Nach Lampedusa – Wanderfantasien». Am kommenden Freitag, 13. Juni, sowie einen Tag später, am Samstag, 14. Juni, wird das Stück in der Autonomen Schule Zürich aufgeführt.

Zürich Autonome Schule, Badenerstrasse 565, 
Fr, 13. Juni 2014, und Sa, 14. Juni 2014, jeweils 19.30 Uhr.

Stadtentwicklung

Diverse Basler AutorInnen haben sich dem Leben und Wirken von Lucius und Annemarie Burckhardt gewidmet, die eine ganze Generation von Architektinnen und Soziologen geprägt haben. Am Mittwoch wird das entsprechende Werk «Raum und Macht. Die Stadt zwischen Vision und Wirklichkeit» an der Uni Basel vorgestellt.

Basel Aula der Uni, Mi, 18. Juni 2014, 20 Uhr.

Voix des femmes

Die Veranstaltungsreihe «Voix des femmes» widmet sich am Mittwoch dem Thema «geschlechtsspezifische Gewalt». In den Städten Bern, Basel, Zürich, Lausanne, Genf und Fribourg werden diverse Workshops, Diskussionsrunden und Weiterbildungen angeboten. Zu Gast ist jeweils die indische Soziologin und Feministin Kamla Bhasin.

Bern Kornhausforum, Kornhausplatz 18, 
Mi, 18. Juni 2014, 18 Uhr (Vernissage); danach zahlreiche weitere Veranstaltungen in unterschiedlichen Städten. www.terre-des-femmes.ch/vdf

Wiedergutmachung

Ehemalige Verdingkinder und Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen mussten viel zu lange auf offizielle Zeichen der Wiedergutmachung warten. Und noch immer tut sich die Politik mit dem Thema schwer. Am Donnerstagmittag startet in Bern der Solidaritätsmarsch für die Wiedergutmachung, der über Fribourg, Neuenburg, Yverdon und Lausanne bis nach Genf führen wird. Dabei geht es auch darum, Unterschriften für die Wiedergutmachungsinitiative zu sammeln.

Bern Kleine Schanze, Do, 12. Juni 2014, 12.30 Uhr; 
die Route und weitere Treffpunkte finden Sie auf www.wiedergutmachung.ch/news.

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