Nr. 43/2014 vom 23.10.2014

Brasilien

Die English Speaking Group von Amnesty International Zürich lädt ein zur Ausstellung und zum Filmabend «Manifest Action Brazil on Tour», der die Herausforderungen für die brasilianische Bevölkerung in Zeiten rapiden Wirtschaftswachstums ins Zentrum rückt und die Menschenrechtslage im Land beleuchtet. Gezeigt werden «Bright Flower and the Scars from the Stone», «The Munduruku Indians: Weaving Resistance» und «Public Domain» (alle in englischer Sprache). Die Ausstellung befasst sich mit Menschenrechten insbesondere im Zusammenhang mit der Fussball-WM und dem Umgang der Behörden mit der indigenen Bevölkerung.

Zürich Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, 
Do, 30. Oktober 2014, 19.30–22.30 Uhr 
(Türöffnung 19 Uhr).

Frauenhandel

Jeden Monat fliehen 3000 bis 5000 Menschen aus Eritrea in den Sudan. Seit einigen Jahren werden immer wieder Flüchtlinge entführt. An der sudanesisch-ägyptischen Grenze werden sie an Beduinen aus dem Sinaigebiet verkauft. Besonders Frauen und Mädchen sind sexueller Gewalt und schlimmsten Misshandlungen ausgesetzt.

Peace Women Across the Globe und die Schweizerische Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht laden ein zur Veranstaltung «Frauenhandel im Sinai». Die eritreisch-schwedische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Meron Estefanos berichtet als Hauptreferentin, danach wird es eine Podiumsdiskussion geben. Die Teilnehmerinnen: Eva Andonie (Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration Fiz), Fana Asefaw (Ärztin, Psychologin), Meron Estefanos (Menschenrechtsaktivistin, Journalistin), Denise Graf (Asylexpertin Amnesty International) und Christina Hausammann (Humanrightswatch).

Bern Hotel Bern, Zeughausgasse 9, 
Do, 30. Oktober 2014, 19 Uhr.

Häusliche Gewalt

Die Wanderausstellung «Willkommen zu Hause» beschäftigt sich mit dem Thema «Gewalt in der Familie» und informiert über Ursachen und Risikofaktoren. Sie macht nun Halt in Zürich. Die Rahmenveranstaltungen: «Prävention sexueller Gewalt» (Fachstelle Limita), «Kindesschutz» (eine interaktive Podiumsdiskussion) und das Inputreferat «… ohne Alkohol ist er ein lieber Mensch» (Frauenberatung sexuelle Gewalt, Zürcher Fachstelle für Alkoholprobleme).

Zürich Ref. Kirchgemeindehaus, Bühlstrasse 1. Vernissage: Do, 30. Oktober 2014, 18 Uhr. Di–Fr, 
11–18 Uhr (Do bis 20 Uhr), Sa/So, 10–15 Uhr. Limita: Mo, 3. November 2014, 19.30 Uhr. Podium: 
Di, 4. November 2014, 14 Uhr. Alkohol: Mi, 5. November 2014, 18 Uhr. Führungen: So, 2. November 2014, 11 Uhr; 
Sa, 8. November 2014, 11 Uhr; Di, 11. November 2014, 18.30 Uhr; Mi, 12. November 2014, 18.30 Uhr. Ausstellung bis 16. November 2014. http://tinyurl.com/willkommen-zu-hause

Milchwirtschaft

Die Q-Milchgenossenschaft möchte mit einem neuen Projekt Milchproduktion, -verarbeitung und -verteilung neu gestalten. Nach der Vorführung des Films «Andeer ist anders» über eine besondere Käserei in Graubünden wird das Q-Milch-Konzept präsentiert und diskutiert.

Dietikon Laufstall auf dem Hof Im Basi, Alte Kindhauserstrasse 3, Sa, 1. November 2014, 20 Uhr. Anmeldung erwünscht: info@imbasi.ch.

Palästina

Rashed Khudairy, Koordinator der Jordan Valley Solidarity Campaign, berichtet über die Situation im von Israel besetzten Jordantal. Das wasserreiche und fruchtbare Jordantal steht unter vollständiger Kontrolle der Besatzungsmacht. Israel hat 37 landwirtschaftliche Siedlungen errichtet, und 57 Prozent des Gebietes wurden zur militärischen Sperrzone erklärt.

Bern Café Palestine, Brasserie Lorraine, 
Mo, 27. Oktober 2014, 19 Uhr, palästinensisches Essen 
ab 18 Uhr. Basel Union, Klybeckstrasse 95, 
Di, 28. Oktober 2014, 19.30 Uhr. Vortrag in englischer Sprache mit deutscher Zusammenfassung.

Ana Nogueira und Eron Davidson, sie eine weisse Südafrikanerin, er ein jüdischer Israeli, haben den Film «Roadmap to Apartheid» gedreht, in dem Parallelen und Unterschiede zwischen der südafrikanischen Apartheid bis in die neunziger Jahre und der heutigen Situation der PalästinenserInnen gesucht werden. Die GesprächspartnerInnen sind jüdische und palästinensische MenschenrechtsaktivistInnen, aber auch Gegner des rassistischen Regimes in Südafrika, so beispielsweise Eddie Makue, ehemaliger Generalsekretär des südafrikanischen Council of Churches, und der weisse Journalist Allister Sparks.

Basel Internetcafé Planet 13, Klybeckstrasse 60, 
Fr, 24. Oktober 2014, 20 Uhr.

Rassismus

Das Zeughaus Teufen zeigt eine Wanderausstellung über den Gletscherforscher und Rassisten Louis Agassiz (1807–1873). In den letzten Jahren sind seine Ansichten endlich thematisiert worden, vor allem durch den Historiker Hans Fässler. Die Ausstellung ermöglicht einen Einblick in das Wirken von Louis Agassiz und in seine eugenischen Theorien. In der Schweiz kam die Forderung auf, das nach ihm benannte Agassizhorn in Rentyhorn umzubenennen, nach einem kongolesischen Sklaven namens Renty. Ihn hatte Agassiz fotografieren lassen, um die «Minderwertigkeit» der Schwarzen zu beweisen. Die Forderung nach Umbenennung des Bergs wird Thema sein bei einem Streitgespräch von Hans Fässler und Gottlieb F. Höpli, dem pensionierten Chefredaktor des «St. Galler Tagblatts».

Teufen Zeughaus, Zeughausplatz 1. Vernissage: 
So, 26. Oktober 2014, 14 Uhr. Gespräch: So, 9. November 2014, 14 Uhr. Geöffnet Mi, Fr, Sa, 14–17 Uhr, Do, 14–19 Uhr, So, 12–17 Uhr. Ausstellung bis 9. November 2014.

Sozialarbeit und Polizei

Ordnungspolitische Konfliktregulierungen werden zunehmend auch an die soziale Arbeit delegiert. Die Kriso (AG Jugendarbeit) lädt daher ein zu einer Veranstaltung über das Spannungsverhältnis zwischen Sozialarbeit und Polizei. Der Magdeburger Hochschullehrer Titus Simon geht in seinem Referat der Frage nach, wie der Spagat zwischen parteilicher Arbeit und Ordnungsfunktionen für soziale Arbeit trotzdem gelingen kann.

Zürich Quartierhaus 5, Sihlquai 115, 
Mo, 27. Oktober 2014, 18.30 Uhr 2014, Bar ab 18 Uhr.

Textilproduktion

Die Hilfsorganisation Care arbeitet unter anderem in Bangladesch, um die Situation der Textilarbeiterinnen zu verbessern. Letztes Jahr hat Care die Filmdokumentation «The Hands that Sew Your Shirt» produziert, die jetzt in der Schweiz gezeigt wird.

Zürich Arthouse Uto, Sa, 25. Oktober 2014, 11.30 Uhr. Wettingen Kino Orient, Landstrasse 2, 
So, 26. Oktober 2014, 19 Uhr. Bern Kino Kunstmuseum, Hodlerstrasse 8, Mi, 29. Oktober 2014, 18.30 Uhr. 
Im Anschluss jeweils Gespräch mit Regisseur Thomas Haunschmid.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch