Nr. 25/2015 vom 18.06.2015

Biolandbau

«Wie entkommt der Biolandbau der Wettbewerbsmühle?» Darüber diskutieren Ernst Feuz (Verein Gemeinwohlökonomie), Urs Niggli (Direktor Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL) und Peter Moser (Agrarhistoriker) mit dem Publikum.

Zofingen Rathausgasse 4, Sa, 20. Juni 2015, 10.30 Uhr.

Flucht/Migration

Anlässlich des Flüchtlingstags wird in Kreuzlingen ein Abend minderjährigen Asylsuchenden gewidmet. Es gibt ein Podiumsgespräch mit Susanne Ammann (Caritas), Christian Brändle (Pflegevater von Seni aus Somalia), Tilla Jacomet (Heks) und Andrea Moosbrugger (Berufsbeistandschaften Weinfelden). Dann wird der Film «Neuland» über eine Basler Integrationsklasse gezeigt, der auch in Zug zu sehen ist – vor einer Diskussion mit Christian Zingg von der Integrationsklasse Basel.

Kreuzlingen Berufsschul- und Kurszentrum Rosenegg (Torggel), Bärenstrasse 8, 
Sa, 20. Juni 2015, ab 17 Uhr. 
Zug Reformiertes Kirchenzentrum, 
Bundesstrasse 15, Do, 18. Juni 2015, 19.15 Uhr.

Am diesjährigen Flüchtlingstag macht auch die Tour de Suisse halt in Bern. Auch an der Velotour soll daran gedacht werden, dass über fünfzig Millionen Menschen weltweit unfreiwillig unterwegs sind. So mischt sich – analog zu den Radteams – das «Team Welcome» unter die Leute. Es steht für eine offene, humanitäre Schweiz und stellt die existenzielle Frage: «Etappe Mittelmeer – wer schaut hin?» Alle, denen eine Flüchtlingspolitik, die ihren Namen verdient, am Herzen liegt, sollen in einem weissen T-Shirt kommen und sich einen «Team Welcome»-Sticker schnappen.

Bern Bärenplatz, Sa, 20. Juni 2015, 10–16 Uhr.

In Bunkern untergebrachte Asylsuchende wehren sich seit Ende letzten Jahres gegen ihre Aufnahmebedingungen und werden dabei von verschiedenen Gruppierungen unterstützt. Parallel dazu gibt es verschiedene Aktionsformen gegen Abschiebungen und Einsperrungen von Sans-Papiers: Teenachmittage, Demos, Gefängnisbesuche … In Luzern wird über Erfahrungen und Strategien diskutiert.

Luzern Neubad, Bireggstrasse 36, 
Di, 23. Juni 2015, 19 Uhr.

Die Einwanderung hoch qualifizierter Personen in die Schweiz ist ein noch relativ junges Phänomen. Im Rahmen des Projekts Berufsmentoring des Christlichen Friedensdiensts gibt es ein Werkstattgespräch. Gastreferentin ist Anaïs Hofmann, Verfasserin der Masterarbeit «Erfolgreiche Arbeitsintegrationsverläufe von hochqualifizierten MigrantInnen aus Drittstaaten».

Bern Käfigturm, Polit-Forum des Bundes, Marktgasse 67, Do, 25. Juni 2015, 18.30 Uhr. 
Anmeldung erwünscht über Anmeldeformular oder cfdjuni@gmail.com.

Geschlechterfragen

Wie lassen sich revolutionär-feministische Ideen leben? Über diese und andere Fragen soll am feministischen Politikwochenende diskutiert werden. Themen sind beispielsweise Speziezismus, Sexismus, Widerstand kurdischer Frauen oder Rape Culture, doch auch die Herstellung von Flyern und Plakaten oder die Transpi-Hängtechnik kommen nicht zu kurz.

Stallikon Möslihaus, ab Gamlikon oder Bergstation Adliswil–Felsenegg-Bahn nur mit ÖV und zu Fuss erreichbar, siehe www.moeslihaus.ch/lage, 
Do–So, 9.–12. Juli 2015. Details und Anmeldung 
(bis 26. Juni 2015) unter www.femwo.ch.

Seit zehn Jahren gibt es männer.ch, den Dachverband Schweizer Männer- und Väterorganisationen, seit zwanzig Jahren manne.ch, das Mannebüro Luzern. Diese Geburtstage werden gefeiert. Martin Rosowski, Präsident des deutschen Bundesforums Männer, wird eine Rede halten. Später gibt es Barbetrieb, Abendessen und Konzert.

Luzern Neubad, Bireggstrasse 36, Sa, 20. Juni 2015, 
ab 17.15 Uhr, für alle Geschlechter.

Vor zwanzig Jahren wurde letztmals ein Verzeichnis der Zürcher Frauenräume veröffentlicht. Eine Gruppe von acht jungen Frauen plant, mit den «RosaRoten Seiten» im Herbst ein aktuelles Verzeichnis herauszugeben. Kunst, Politik, Soziales oder Medien: Es wird alles aufgenommen, was sich selbst als (physischen, virtuellen, emotionalen) Raum von und für Frauen versteht oder verstanden hat. In Vergessenheit geratene Frauenaktivitäten sollen ebenso dokumentiert werden wie langjährige Institutionen oder neue Initiativen.

Eintragungen bis Mo, 22. Juni 2015, 
unter www.rosarot.uzh.ch.

So muss man sich das Luzerner Seebad um 1886 vorstellen: Seezugang und Wellenlandschaft für die Männer, Einzelbadezelle und Dauerwelle für die Frauen. Andernorts kamen sich die Geschlechter schon mal näher, gelegentlich auch in die Quere: Auf einem Rundgang erfährt man, wie die Herren Doktoren das traditionelle Metier der Hebammen übernahmen, und erhält Einblicke in eine Reihe von Prostitutionsprozessen um 1900.

Luzern Treffpunkt vor der Jesuitenkirche, 
Fr, 19. Juni 2015, 19 Uhr.

Rohstoffe

Einige der grössten Rohstoffhändler haben ihren Sitz in Zug. Welche Profite sie hier und anderswo machen, erläutern Frölein Fränkli und Frölein Räppli, die durchs Rohstoffzentrum führen. Die Führung ist ein Projekt der Erklärung von Bern sowie der Alternative – die Grünen Zug.

Zug Treffpunkt beim Bahnhof, Mi, 24. Juni 2015, 19 Uhr, bei jeder Witterung. Dauer: circa 75 Minuten, Kosten: 15 Franken.

Sklaverei

Kabula Arts & Project und die Bewegung Conexão Carioca de Rodas na Rua veranstalten monatliche Capoeira-Rodas an Rios ehemaligem Sklavenhafen. Es sind öffentliche Darbietungen, denen jeweils eine Wissens-Roda vorausgeht: freie Vorlesungen über Geschichte, Identität und kulturelle Ereignisse im Hafengebiet. Daraus resultierten ein Film und ein Buch, die nun präsentiert werden.

Zürich Autonome Schule, Bachmattstrasse 59, 
Fr, 19. Juni 2015, 19 Uhr.

Wasser

Im Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (Tisa), das zwischen den USA und der EU verhandelt wird, geht es etwa um Versorgung mit Wasser und Energie. Insbesondere die Wasserversorgung ist wichtig für Multis. Die Arbeitsgruppe Lateinamerika Basel zeigt den Film «Wem gehört das Wasser?» Dann folgt eine Diskussion mit Katharina Prelicz-Huber (VPOD), dem Umweltaktivisten Franklin Frederick und Grossrat Michael Wüthrich (Grünes Bündnis).

Basel Unternehmen Mitte, Gerbergasse 30, 
Do, 18. Juni 2015, 19 Uhr.

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