Nr. 50/2015 vom 10.12.2015

Flucht / Migration

Flüchtlinge und der damit immer öfter verbundene Menschenhandel und weitere Verstösse gegen die Menschenrechte, Flüchtlingsdramen im Mittelmeer, Abschottung europäischer Länder. Was muss die internationale Gemeinschaft tun, um weitere Dramen im Mittelmeer zu verhindern? Und welche Rolle spielt die Schweiz? Diese und weitere Fragen diskutieren Barbara Büschi (Staatssekretariat für Migration), Constantin Hruschka (Schweizerische Flüchtlingshilfe), Ruedi Tobler (Schweizerischer Friedensrat), Annemarie Sancar (Koff/Swisspeace) und Gianni D’Amato vom Schweizerischen Forum für Migrations- und Bevölkerungsstudien.

Zürich Rote Fabrik, Seestrasse 395, Mi, 16. Dezember 2015, 19 Uhr.

Die Basler Kampagne Nicht ohne unsere Freund*innen! unterstützt neun Sans-Papiers darin, aus dem Schatten zu treten und in Basel bleiben zu können. Im «Planet 13» wird die Kampagne vorgestellt und über Möglichkeiten der Unterstützung von Sans-Papiers und der Verbesserung ihrer Lebenssituation diskutiert.

Basel Internetcafé Planet 13, Klybeckstrasse 60, Mo, 14. Dezember 2015, 19 Uhr. www.nichtohneunserefreundinnen.ch

Geld

Für viele Menschen hat Geld jene Rolle übernommen, die früher Gott zustand: Geld ist zum einzigen universellen und nicht hinterfragten gesellschaftlichen Wert geworden. Im Rahmenprogramm zur Ausstellung «Geld. Jenseits von Gut und Böse» zeigt der Wirtschaftsethiker und Theologe Christoph Weber-Berg Parallelen auf zwischen Gott und Geld, Theologie und Ökonomie und diskutiert die Möglichkeiten und Grenzen des Geldes als Sinnstifter und Religionsersatz.

Lenzburg Stapferhaus, Ringstrasse West 19, Do, 17. Dezember 2015, 20 Uhr. Ausstellung geöffnet Di–So, 10–17 Uhr, Do, 10–20 Uhr, verlängert bis 25. Juni 2016. Die BesucherInnen bestimmen am Ende selber, wie viel ihnen der Ausstellungsbesuch wert ist.

Gesellschaft

Seit 25 Jahren wird in Zürich jeden Monat ein Politischer Abendgottesdienst gefeiert, an dem drängende Probleme in der Schweiz und weltweit thematisiert werden. Die Themen reichen von Flüchtlingsfragen über Umweltprobleme bis hin zu den ungerechten Wirtschaftsbeziehungen zwischen Nord und Süd. Am nächsten Anlass gibt es einen Rückblick auf diese 25 Jahre und einen Blick in die Zukunft.

Zürich Pfarreisaal Liebfrauen, Weinbergstrasse 36, Fr, 11. Dezember 2015, 18.30 Uhr.

Gold

Der Dokumentarfilm «Dirty Gold War» von Daniel Schweizer gibt Einblick in den Handel mit Gold und in die Lebensbedingungen der Menschen, die in verschiedenen Ländern im Goldabbau arbeiten, und in die Umweltschäden, die dieser zur Folge hat. Im Anschluss an die Vorführung gibt es ein Gespräch mit dem Regisseur.

Zürich Sihlquai 131, 2. Stock, Mo, 14. Dezember 2015, 19 Uhr.

Kaffee

Am Ende des 19. Jahrhunderts etablierte sich der kolonial betriebene Plantagenbau. Auch Schweizer Unternehmen beteiligten sich im grossen Stil daran; Ostschweizer Textilien wurden in den globalen Süden exportiert, Tabak und Kautschuk importiert. Allein an der Ostküste Sumatras waren um 1900 ein Drittel der 51 Kaffeeplantagen im Besitz von Schweizer Unternehmen. Am Beispiel von Niederländisch Ostindien spricht der Historiker Andreas Zangger über die Schweizer Beteiligung am internationalen Plantagenkapitalismus.

St. Gallen Palace, Blumenbergplatz, Do, 17. Dezember 2015, 20.15 Uhr.

Palästina

Während zweier Monate erhielten die Kinder des Dheisheh-Flüchtlingslagers bei Bethlehem mithilfe der Künstlerin Christina Brun die Möglichkeit, ihr Zuhause zu porträtieren. Die Geschichten der Kinder und ihre Bilder werden nun in einer multimedialen Ausstellung gezeigt.

Olten Tattarletti, Aarauerstrasse 55, Fr, Vernissage: 11. Dezember 2015, 19 Uhr; bis 3. Januar 2016.

Südkaukasus

Zwischen September 2014 und Februar 2015 bereiste Jan Zychlinski (Fachhochschule Soziale Arbeit Bern) Armenien, Georgien, Bergkarabach und Aserbaidschan, um das Leben von Flüchtlingen aus den Konflikten der letzten 25 Jahre fotografisch zu dokumentieren. In der Ausstellung «Jenseits der Grenzen – Flüchtlinge im Südkaukasus» sollen die weitgehend vergessenen Menschen dieser Region präsent werden.

Bern Kornhausforum, Kornhausplatz 18; bis 9. Januar 2016.

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