Nr. 52/2015 vom 24.12.2015

Die stillen Tage

Von Karin HoffstenMail an AutorIn

Sollten Sie diese WOZ noch am selben Tag lesen, an dem sie im Briefkasten liegt, sprich: am Heiligabend, gehören Sie entweder zu den unglückseligen «Weihnachtshassern», über die das «Tagblatt der Stadt Zürich» letzte Woche berichtete, oder Sie zeichnen sich durch enorme Gelassenheit und/oder Kinderlosigkeit aus und haben die Ruhe weg.

Gemäss «Tagblatt» beugen sich aber auch viele Weihnachtshassende zähneknirschend den frohlockenden Ritualen, was Psychologe Allan Guggenbühl so deutet: «Wer sich entzieht, muss sich auch bewusst sein, dass er einen kollektiven, gesellschaftlichen Code verletzt und mit entsprechenden Reaktionen zu rechnen hat.» Zum Glück kümmert besagter gesellschaftlicher Code mein Umfeld einen feuchten Kehricht. Doch keine Sorge: Auch konfessionslose AgnostikerInnen habens gern gemütlich.

Vielleicht sind die Festtage auch schon vorbei, und Sie hängen jetzt erschöpft in der Sofaecke. Für diesen Fall gebe ich Ihnen gern einen Erholungstipp weiter, den ich am WOZ-Weihnachtsapéro bekam. Schauen Sie sich mal auf srf.ch das «Experiment Schneuwly» an, am besten gleich das Weihnachtsspecial; neben Erheiterung wird sich eine grosse Erleichterung Ihrer Seele bemächtigen: So schlimm wie bei Schneuwlys kanns bei Ihnen einfach nicht gewesen sein.

Und jetzt kommen Sie noch gut ins neue Jahr!

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