Nr. 43/2016 vom 27.10.2016

Lachen ohne Rassismus

Zum zweiten Mal findet in Zürich das rassismuskritische Humorfestival «Laugh up! Stand up!» statt. Da treten internationale Grössen wie Michel Abdollahi auf, der den grössten Poetry-Slam Europas moderiert, oder Idil Baydar, die seit 2012 als Jilet Ayse, eine überzeichnete Klischeetürkin, für Furore und Lachtränen sorgt. Aus der Schweiz beweisen unter anderen Renato Kaiser, Fitim Lutfiu, Fatima Moumouni, Gabriel Vetter und Amina Abdulkadir, dass Humor ohne rassistische Untertöne sehr lustig ist.

Laugh up! Stand up! in: Zürich Rote Fabrik, Do–Sa, 27.–29. Oktober 2016. www.laughupstandup.ch

Silvia Süess

Wasser unser

Bis zum Ende des Jahrhunderts werden die Gletscher in den Alpen auf zehn Prozent ihrer Fläche geschrumpft sein. Damit gehen neunzig Prozent der alpinen Wasserreserven verloren. Wir werden lernen müssen, mit Wasserknappheit und Trockenzeiten umzugehen. Wie, zeigt eine Ausstellung des Alpinen Museums. Dabei steht nicht der moralische Appell im Vordergrund. Vielmehr verbinden sich Forschung und fiktionale Geschichten von AutorInnen wie Ruth Schweikert zu künftigen Szenarien und laden ein, der Frage nach unserer Beziehung zu Wasser in der Gegenwart nachzugehen.

«Wasser unser: Sechs Entwürfe für die Zukunft» in: Bern Alpines Museum, ab 27. Oktober 2016. www.alpinesmuseum.ch

Franziska Meister

Grosse Sprachvirtuosin

Die Britin Kate Tempest (30) gilt als eine der wichtigsten SprachvirtuosInnen ihrer Generation. Diesen Frühling ist der Roman «Worauf du dich verlassen kannst» der Rapperin, Lyrikerin, Theater- und Romanautorin auf Deutsch erschienen, im Sommer ihr preisgekrönter Gedichtband «Behaupte dich». Tempest ist auch eine kongeniale Performerin – dies zeigt sie nun an zwei Schweizer Konzerten.

Kate Tempest in: Fribourg Fri-Son, Do, 27. Oktober 2016, 20 Uhr; Zürich Mascotte, So, 6. November 2016, 19 Uhr. www.fri-son.ch, www.mascotte.ch

Silvia Süess

Die Kamera am Sterbebett

Der Fotograf Fabian Biasio war zuerst irritiert, als sein Vater ihn einen Monat vor seinem Tod fragte, ob er sein Sterben dokumentieren wolle. Doch er sagte Ja und machte bei jedem Besuch am Sterbebett des Vaters ein paar Fotos – auch in der Nacht, als er starb. Nun sind Biasios Bilder im Rahmen einer umfassenden Ausstellung zum Thema «Sterben und Tod» zu sehen.

«So ein schöner Tod?», Vernissage in: Luzern Heiliggeistkapelle, Fr, 28. Oktober 2016, 18 Uhr.

«Der Tod ist doch das Letzte», Kabarett des Theologen Wolfgang Weigand in: Luzern Heiliggeistkapelle, Mo, 31. Oktober 2016, 19 Uhr.

David Hunziker

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