Nr. 49/2016 vom 08.12.2016

Schokolade ohne Sklaven

Auf afrikanischen Kakaofarmen arbeiten bis heute Hunderttausende von Kindern unter sklavereiähnlichen Bedingungen für die Süsswarenindustrie. Im Film «The Chocolate Case» erzählen der niederländische Journalist Teun van de Keuken und seine MitstreiterInnen von ihrem Kampf gegen die Missstände in der Kakaoproduktion. Zuletzt stürzen sie sich in das – erfolgreiche – Abenteuer, die erste Schokolade, die garantiert ohne Sklavenarbeit hergestellt wurde, auf den Markt zu bringen.

Im Anschluss an die Filmvorführung am Donnerstag, 8. Dezember, um 18.30 Uhr im Zürcher Kino Riffraff gibt es eine Diskussion über Kinderarbeit im Kakaoanbau, die Möglichkeit und Unmöglichkeit von Fairtrade-Schokolade und die Rolle der Schweiz. Mit der Regisseurin Benthe Forrer, Maurice Dekkers (Mitbegründer Tony’s Chocolonely), Andrea Hüsser (Kakaoexpertin, Public Eye) und Nicolas Porchet (Managing Director der Choba Choba Farmers Association). Die Moderation übernimmt WOZ-Redaktor Daniel Stern. Am Samstag, 10. Dezember, um 14 Uhr ist der Film (ohne Diskussion) dann im Zürcher Kino Houdini zu sehen.

www.humanrightsfilmfestival.ch

Lang lebe die Genossenschaft!

Nachdem die WOZ letzte Woche dreifache Lorbeeren geholt hat bei der einheimischen journalistischen Oscar-Verleihung – bester Journalist, bester Rechercheur, beste Chefredaktorin –, wurde nun auch ihr Geschäftsmodell geadelt. Die Unesco hat am 30. November verkündet, dass die deutsche Genossenschaftsidee für das Inventar des Immateriellen Weltkulturerbes nominiert wird.

Etwas störend finden wir schon, dass die deutsche und nicht die schweizerische ausgewählt wurde. Denn: «Wär hets erfunde?» Gibt es irgendwo eine ältere Genossenschaft als die Eid-? Ganz sicher sind wir, dass wir selbst vor über 35 Jahren die WOZ erfunden haben, und zwar als Genossenschaft im Besitz ihrer Mitarbeitenden. Und da gäbe es noch etwas zu enthüllen: Wir haben gar keine Chefredaktorin, sondern eine gewählte Redaktionsleiterin. Schön, dass die Branche neidlos anerkennt, dass Wirtschaftsdemokratie die besseren ChefInnen generiert.

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