Nr. 02/2017 vom 12.01.2017

Flucht

Was bedeutet es, die eigene Wohnung, Arbeit, Familie und Heimat aufgeben zu müssen? In der Ausstellung «Flucht» können die BesucherInnen die Rolle von Betroffenen einnehmen. Die Ausstellung behandelt auch Themen wie «Fluchtbewegungen aufgrund des Klimawandels» sowie Fragen zur kulturellen Vielfalt, zur Identität und zur Integration. An einem Podiumsgespräch diskutieren ExpertInnen, ob das bestehende Schutzsystem reformiert werden muss. Die TeilnehmerInnen: der Soziologe und Journalist Paul Scheffer, der Professor für Migrationsrecht Alberto Achermann, Christine Kopp vom Roten Kreuz und SVP-Nationalrat Claudio Zanetti. Anlässlich des «Begegnungs-Cafés» gibt es eine Kurzführung und einen Austausch mit einer Mitarbeiterin der Humanitären Hilfe.

Zürich Landesmuseum beim Hauptbahnhof, die Ausstellung dauert bis 5. März 2017. Podium: Do, 12. Januar 2017, 19 Uhr. «Begegnungs-Café»: So, 15. Januar 2017, 11–12.30 Uhr.

Anti-Wef

Vom 17. bis 20. Januar findet in Davos das Jahrestreffen des World Economic Forum (Wef) statt. Unter dem Motto «Den Zustand der Welt verbessern» versuchen die Organisatorinnen und Teilnehmer des Wef seit Jahrzehnten zu zeigen, dass sie ernsthaft an der Lösung gesellschaftlicher Probleme interessiert seien. Dabei sind sie es, die als RepräsentantInnen der kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung Armut und Unterdrückung verursachen. Um eine Gegenöffentlichkeit zum Wef zu schaffen, organisiert die Bewegung für den Sozialismus ein Forum, an dem über Alternativen diskutiert wird – das Andere Davos.

Zürich Volkshaus, Sa, 14. Januar 2017, 10.15–20 Uhr, im Anschluss Volksküche und Soliparty im Provitreff. Am Fr, 13. Januar 2017, 19–20 Uhr, Stadtrundgang durchs revolutionäre Zürich 1917/1918. Infos zum Programm auf www.sozialismus.ch.

In Davos soll am Mittwoch, 18. Januar 2017, von 17 bis 19 Uhr ein Anti-Wef-Demoumzug stattfinden. Der Start ist beim Bahnhof Davos Dorf, mit Marsch über die Talstrasse zum Bahnhof Davos Platz. Ein Demogesuch ist eingereicht. Eine Bewilligung ist sehr wahrscheinlich, aber es kann noch Änderungen geben.

Weitere Informationen: www.facebook.com/events/178914965917615/

Goldabbau

Madre de Dios, ein Gebiet doppelt so gross wie die Schweiz, ist eine von Gegensätzen bestimmte Region: Der ausgeprägten Biodiversität stehen die oftmals negativen Auswirkungen des Goldabbaus gegenüber. Der Soziologe Nils Krauer und der Fotograf Andrey Gordasevich haben die Goldgräber mehrere Monate begleitet. In Bildern, Texten und mit Objekten dokumentieren sie in der Ausstellung «Quickgold. Die Goldgräber von Madre de Dios» ihre Erfahrungen in der Dschungelregion im Süden Perus. Am Podiumsgespräch zum Thema «Goldhandel. Realität und Verantwortung» nehmen teil: Goldschmied Jörg Eggimann, Frédéric Chenais (EDA, Abteilung Menschliche Sicherheit, Verantwortlicher Rohstoffe), Jean-Luc Pittet (Generalsekretär Terre des Hommes Suisse) und der Ausstellungsmacher Nils Krauer.

Bern Kornhausforum, Kornhausplatz 18, Ausstellung bis 4. Februar 2017. Podium: Mi, 18. Januar 2017, 19 Uhr. Führung: Do, 26. Januar 2017, 19 Uhr.

Städte

Genossenschaften, Freiräume, Reclaim the Streets, Urban Citizenship: Solche Praktiken der Stadtaneignung begreifen die «Stadt» nicht nur als Siedlungsstruktur und «Demokratie» nicht nur als Gang zur Urne. Sie fragen: Wem gehört die Stadt? Aus Anlass des Erscheinens des neuen «Widerspruchs» organisiert die Redaktion eine Gesprächsrunde zum Heftschwerpunkt «Konzerne Stadt Demokratie» mit SP-Nationalrätin Jacqueline Badran, Ivo Balmer (Genossenschaft Mietshäuser Syndikat Basel), Karin Jenni (Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers), Sarah Schilliger (Allianz gegen Racial Profiling, Kritnet) und der Stadtsoziologin Vesna Tomse.

Bern Reitschule, Dachstock, Mo, 16. Januar 2017, 19.30 Uhr.

Türkei

Die Entwicklung in der Türkei ist besorgniserregend. Nach dem gescheiterten Putschversuch am 15. Juli 2016 richtet sich die staatliche Repression gegen alle regierungskritischen Stimmen. Dabei wurden auch demokratisch gewählte Abgeordnete der HDP verhaftet. Der HDP-Parlamentarier und Verfassungsrechtler Mithat Sancar informiert über die aktuelle Situation in der Türkei. Anschliessend Diskussion mit Hasim Sancar, Grossrat Grüne Kanton Bern.

Bern Kulturpunkt im Progr, Speichergasse 4, Fr, 13. Januar 2017, 18.30 Uhr.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch