Nr. 45/2017 vom 09.11.2017

Verrechnet!

«No Billag: Und wenn der Sprengsatz explodiert?», WOZ Nr. 43/2017

In Ihrem Artikel steht fälschlicherweise geschrieben: «Eine Progression gibt es keine, noch nicht einmal eine Verbilligung.» Es gibt eine Verbilligung, ja sogar eine Gebührenbefreiung! Auf der Webseite der Billag ist zu lesen, dass, wer zusätzlich zur AHV- oder IV-Rente Ergänzungsleistungen (EL) des Bundes erhält, keine Radio- und Fernsehgebühren bezahlen muss. Die Befreiung erfolgt auf schriftliches Gesuch hin. Auch sind, ab einem täglichen Pflegebedarf von 81 Minuten, Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen von den Radio- und Fernsehgebühren befreit.

Gemäss Bundesamt für Statistik bezogen Ende 2016 318 600 Personen eine Ergänzungsleistung (EL). Wenn ich nun ausrechne, wie viele Schweizer Franken die SRG bis jetzt alleine den EL-BezügerInnen schenkte, so komme ich auf 143 720 460 Franken pro Jahr (318 600 mal Fr. 451.10, den heutigen Jahresbetrag gemäss Billag).

Fast 144 Millionen Gebührenbefreiung jährlich, das ist nicht wenig. Dies sollte doch erwähnt werden – liebe WOZ, bitte das nächste Mal sorgfältiger recherchieren!

Beat Staub, per E-Mail

Ein Graus!

Was passiert, wenn wir am 4. März die Initiative «No Billag» annehmen und die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft verschwindet? Kommt dann etwas Besseres? Kaum, denn das Informationsniveau von SRF ist recht hoch. Viele der 6000 Mitarbeitenden leisten gute Arbeit. Unser Staatsfernsehen ist erfreulich staatskritisch, es scheut sich nicht vor der gelegentlich angeschwollenen Zornesader eines SVP-Bundesrats.

Das «Echo der Zeit», die «Tagesschau», die Sendung «10 vor 10» oder beispielsweise auch die «Rundschau» haben ihre treuen Zuhörer und Zuschauer, die kaum mit irgendwelchen Privatsendern zufrieden wären. Noch mehr Werbung anstatt Gebührenfinanzierung sind ein Graus!

Martin A. Liechti, per E-Mail

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