Nr. 08/2018 vom 22.02.2018

Eritrea

Seit zwei Jahren lebt der eritreische Lyriker, Menschenrechtsaktivist und Jurist Daniel Mekonnen in der Schweiz. Er war Stipendiat und Gast des Deutschschweizer PEN-Zentrums. Im von ihm herausgegebenen Buch «Uncensored Voices. Essays, Poems and Art Works by Exiled Eritreans» geht es um die Lage in Eritrea, gesehen aus den verschiedensten Blickwinkeln. Der Sammelband ist die erste grosse Publikation von PEN Eritrea. Die Veranstaltung ist in englischer Sprache.

Zürich Buchhandlung «mille et deux feuilles», Glasmalergasse 6, Mi, 28. Februar 2018, 18 Uhr.

Quartierentwicklung

Spurensuche im Kreis 5 nach sozialen und baulichen Veränderungen im Wandel der Zeit: Was liegt unter den heutigen Bauten begraben? Die Referenten an der Veranstaltung der Genossenschaft Kalkbreite setzen den Genossenschaftsneubau Zollhaus in den architektonischen Kontext und zeigen offensichtliche und wenig bewusste Lebens- und Arbeitszusammenhänge. Historiker und Quartierkenner Hannes Lindenmeyer führt anhand von Archivbildern durch die Zollstrasse und das Gewerbeschulquartier. Juan Rodríguez und Juan Molinillo vom Punto de Encuentro erläutern die Dringlichkeit für einen selbstverwalteten, geschützten Quartiertreff für spanische und italienische ArbeitnehmerInnen – damals und heute.

Zürich Punto de Encuentro, Josefstrasse 102, Di, 27. Februar 2018, 20 Uhr.

Heimat

Heimat – obwohl das Wort in einer grenzenlos vernetzten Welt etwas altmodisch wirkt, ebbt die Diskussion darüber, was Heimat eigentlich ist, nicht ab. Im Gegenteil: Unter den Vorzeichen einer globalisierten Welt erhält der Heimatbegriff eine neue Dimension. Grundsätzlich gilt, dass Heimat sich jeder eindeutigen Definition entzieht. Für die einen ist Heimat Familie, für die anderen ein (Sehnsuchts-)Ort, Sprache, eine Erinnerung. Ein Gespräch mit dem Historiker Hansruedi Rytz und dem Pfarrer und Studienleiter Andreas Möri.

Basel Zwinglihaus, Gundeldingerstrasse 370, Mi, 28. Februar 2018, 19.30 Uhr.

Klaus Rózsa

Die Kritischen JuristInnen Luzern zeigen den Film «Staatenlos. Klaus Rózsa, Fotograf». Rózsa, ein politisch engagierter Fotograf, lebte jahrzehntelang staatenlos in Zürich. Seine drei Einbürgerungsgesuche wurden aus politischen Gründen abgelehnt. Er behindere die Arbeit der Polizei, weil er deren Übergriffe fotografiere, so heisst es in den Staatsschutzakten. Im Anschluss an den Film folgt eine Podiumsdiskussion mit Klaus Rózsa und Regisseur Erich Schmid, moderiert von Samantha Tomarchio.

Luzern Neubad, Bireggstrasse 36, Di, 27. Februar 2018, 20 Uhr.

Vierte Gewalt

Wie kämpfen JournalistInnen im 21. Jahrhundert, wie müssen sie sich anpassen? Wie zeigt sich der zunehmende Einfluss von Werbung und Politik? Dieter Fahrer geht diesen Fragen in seinem Film «Die vierte Gewalt» nach (siehe WOZ Nr. 4/18). Im Anschluss an die Vorführung des Dokfilms gibt es ein Gespräch mit Nadja Schnetzler, Journalistin, Mitgründerin und Leiterin der Ideenwerkstatt Brainstore, heute tätig für die «Republik».

Brugg Kino Odeon, Bahnhofplatz 11, Mi, 28. Februar 2018, 18 Uhr.

Feminismus 1

Die grüne Stadträtin und Historikerin Leena Schmitter hält einen Vortrag mit dem Titel «‹I can’t believe we still have to protest this shit›. Feminismus und Frauenbewegung(en) in der Schweiz»: Die AktivistInnen der Frauenbewegung nach 1968 kämpften nicht nur gegen die kapitalistische, sondern auch gegen die männlich dominierte Gesellschaft. Der Vortrag zeichnet die vielfältigen Spuren der sogenannten Neuen Frauenbewegung nach und setzt einen spezifischen Fokus auf die Entwicklung von Frauenräumen und die Formierung autonomer Frauengruppen.

Solothurn Infoladen Cigno Nero, Schwanengasse 1, Mi, 28. Februar 2018, 19.30 Uhr.

Feminismus 2

Im Feministischen Salon wird diskutiert: «Geschlecht im Gehirn: Natur oder Kultur?» Frauen seien begabt im Multitasking, Männer könnten sich gut orientieren – und das liege, so sagen viele, an ihren Gehirnen. Aber: Gibt es das «weibliche» und das «männliche» Gehirn tatsächlich? Oder, anders gefragt: Falls wir wissenschaftlich einen Unterschied zwischen Männer- und Frauenhirnen feststellen, kann man dann davon ausgehen, dass dies allein auf die Biologie zurückzuführen ist? Warum diese Fragen mit grossen Fragen des Feminismus zusammenhängen, zeigt und diskutiert Anelis Kaiser, Neurowissenschaftlerin und Geschlechterforscherin an der Universität Freiburg im Breisgau.

Zürich Kosmos, Lagerstrasse 104, Mo, 26. Februar 2018, 20 Uhr.

Film und Essen

Café Palestine zeigt den in den Jahren 2007 bis 2012 gedrehten Dokfilm des israelisch-niederländischen Filmemachers Benny Brunner. In diesem wird ein Aspekt der Nakba beleuchtet, der wenig bekannt ist: die Beschlagnahmung von palästinensischem Kulturgut. Davor besteht die Möglichkeit, palästinensisch zu essen.

Zürich Quartierzentrum Aussersihl, Bäckeranlage, Hohlstrasse 67, So, 25. Februar 2018, Essen ab 17 Uhr, Film ab 18 Uhr.

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