Bildungsaufstand : Vereint gegen die Sparpolitik

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An den Unis in Zürich, Bern, Lausanne und Fribourg haben sich Studierende zusammengeschlossen, um unter dem Schlagwort «Bildungsaufstand» gegen die bürgerliche Sparpolitik anzukämpfen. StudentInnen in all diesen Städten sind von Erhöhungen der Studiengebühren betroffen. Es ist der Aufstand von BildungsgewinnerInnen, könnte man einwenden. Bildung kann jedoch auch ein Schlüssel zur Umverteilung sein. Und davon ist die Schweiz weit entfernt: Gerade an den Hochschulen ist der Anteil Studierender aus niedrigen Bildungsschichten mit sechs Prozent sehr tief. Die geplanten Gebührenerhöhungen werden diese Ungleichheit weiter zementieren. Es gilt also, sich gegen die Sparpolitik über akademische Kreise hinaus zu vernetzen. Erste Anzeichen für eine solche Bewegung gibt es im «Bildungsaufstand»: In Basel treibt der bürgerliche Landkanton den Stadtkanton und die Uni mit immer neuen Sparforderungen vor sich her. Den Protesten dagegen schlossen sich schon früh SchülerInnen an – vielleicht schafft die Bewegung auch grundsätzlichere Allianzen. Am Samstag, 24. März, soll in einer Abschlusskundgebung in Bern gegen den Bildungsabbau in der ganzen Schweiz demonstriert werden.