Nr. 21/2018 vom 24.05.2018

Zivilgesellschaft

Die NGO Public Eye, die ehemalige Erklärung von Bern, feiert ihr erstes halbes Jahrhundert mit einer von Sandro Brotz moderierten Diskussion zur «Zukunft der Zivilgesellschaft». Wie dieses kollektive Korrektiv wirken kann, darüber diskutieren Ineke Zeldenrust, Mitgründerin der Clean Clothes Campaign (CCC), Laura Zimmermann, Kopräsidentin der Operation Libero, Carolijn Terwindt, praktizierende Menschenrechtsanwältin und Rechtskonsulentin, Bastien Girod, Nationalrat Grüne Schweiz, und Lukas Bärfuss, Schriftsteller. Der Genfer Rapper Jonas umrahmt den Abend musikalisch.

Bern Hotel National, Theatersaal, Sa, 26. Mai 2018, 19.30 Uhr.

1968

Das Jahr 1968 hat die Welt verändert. Und die Schweiz? Der Soziologe Ueli Mäder hat seine Generation befragt. Porträtiert sind unter anderen Peter Bichsel, Ruth Dreifuss, Thomas Held, Claudia Honegger, Jürg Marquard, Elisabeth Joris und Res Strehle. Auch Filippo Leutenegger und weitere Nachachtundsechziger, die heute bürgerlich etabliert sind, kommen zu Wort. Mäder stellt sein Buch in Zürich vor.

Zürich Kulturhaus Kosmos, Di, 29. Mai 2018, 20 Uhr.

Gold und Peru

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zeigt in Zusammenarbeit mit der Amazon Aid Foundation den Film «River of Gold». Die Kriegsreporter Ron Haviv und Donovan Webster reisten mit dem Biologen und Umweltaktivisten Enrique Ortiz in die peruanische Region Madre de Dios. Dort dokumentierten sie die dramatischen Auswirkungen des illegalen Goldabbaus auf die Bevölkerung. Nach der Vorführung gibt es eine Diskussion darüber, was gegen illegalen Goldabbau getan werden kann und welche Rolle die Schweiz dabei hat. Es diskutieren Nils Krauer (Experte Goldabbau Madre de Dios), Sarah DuPont (Regisseurin), Lisa Mazzone (Nationalrätin Grüne Genf) und Christoph Wiedmer (Kogeschäftsleiter GfbV). Moderation: Katharina Serafimova.

Bern Cine Movie, Seilerstrasse 4, Mo, 28. Mai 2018, 20.15 Uhr.

China

Drei Jahrzehnte lang ist die Wirtschaft in China rasant gewachsen, und das Land wurde in den kapitalistischen Weltmarkt integriert. Indessen bleibt die Liste der Probleme lang: Umweltschäden, Schulden und Spekulationsblasen, die Kluft zwischen Arm und Reich, Streiks, Spaltungen in der Führung, das Misstrauen vieler ChinesInnen. Stehen wir tatsächlich vor einem «chinesischen Jahrhundert», oder bricht der chinesische Kapitalismus bald in sich zusammen? Vortrag und Diskussion mit Ralf Ruckus, Autor und Herausgeber mehrerer Bücher zu sozialen Auseinandersetzungen, unter anderem «Arbeitskämpfe in Chinas Autofabriken» (Wien 2018).

Zürich Infoladen Kasama, Militärstrasse 87a, Fr, 25. Mai 2018, 20.15 Uhr.

Stadtentwicklung

Die Stadt als «Einkaufsstadt» verändert sich: Braucht es in Zukunft nur noch Showrooms, wo das Onlineangebot tastbar, riechbar, sichtbar wird? Veröden unsere Innenstädte? Wie erhalten wir die Qualität der Stadt im digitalen Zeitalter? Es diskutieren: Joëlle Zimmerli, Soziologin und Planerin; Rahel Marti, dipl. Architektin ETH, stellvertretende Chefredaktorin «Hochparterre»; Andreas Zürcher, Geschäftsführer City Vereinigung Zürich; Walter Lesch, Institut de recherche Religions, Spiritualités, Cultures, Sociétés der Université catholique de Louvain (Belgien).

Zürich Architekturforum, Brauerstrasse 16, Mo, 28. Mai 2018, 19 Uhr.

Nahost 1

Das Café Palestine Zürich zeigt «Roadmap to Apartheid». Der Dokumentarfilm thematisiert die Analogien zwischen dem einstigen Apartheidregime in Südafrika und der Situation in Israel/Palästina. Er verdeutlicht die komplexen Probleme, mit denen Israelis und PalästinenserInnen konfrontiert sind.

Zürich Quartierzentrum Aussersihl (Bäckeranlage), Hohlstrasse 67, So, 27. Mai 2018, 18 Uhr.

Nahost 2

Der Nahe Osten brennt. Wer spielt in dieser Tragödie welche Rolle? Erich Gysling ist ein langjähriger Beobachter dieses Raums und bereist die Gegend seit Jahren. Er erzählt an der Veranstaltung der Gesellschaft Schweiz-Palästina (GSP) von den lokalen, regionalen und geopolitischen Winkelzügen der Regierenden und wer warum dort eingreift, in einem Gespräch mit dem ehemaligen Nationalrat Geri Müller.

Bern Restaurant Schmiedstube, Schmiedenplatz 5, Sa, 26. Mai 2018, 15.30 Uhr.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch