Nr. 47/2018 vom 22.11.2018

Kurdistan

Die türkische Armee belagert zurzeit 64 kurdische Gemeinden. Seit 2015 sind Tausende KurdInnen getötet worden. Zugleich verdient die Schweizer Waffenindustrie mit am Konflikt. Der ehemalige Basler Soziologieprofessor Ueli Mäder war vor Ort und berichtet von seinen Erfahrungen und Eindrücken.

Bern Hotel Kreuz, Zeughausgasse 41, Fr, 23. November 2018, 19.30 Uhr. www.polit-bibliothek.ch

Flucht

Der Film «Die unterbrochene Spur» von 1982 befasst sich mit dem Schicksal von Flüchtlingen und dem Kampf politisch Verfolgter in der Schweiz während des Faschismus. Gleichzeitig handelt er von Menschen, die den Geflüchteten halfen und sie in ihrer Widerstandsarbeit unterstützten. Der Filmemacher und Regisseur Mathias Knauer erzählt vor der Vorführung von der Entstehung des Films.

Zürich Café Boy, Saal «Rosa Luxemburg», Kochstrasse 2, Fr, 23. November 2018, 18.30 Uhr.

Bildung

Bildung wird heute unreflektiert als höchstes Gut, Schlüssel zu Wohlstand, Erfolg und Integration wahrgenommen. In der Folge wird das Bildungssystem zunehmend von ökonomischen Kriterien dominiert. Dieses Verständnis von Bildung wird an der «Langen Nacht der Kritik», die in verschiedenen Städten stattfindet, in Diskussionen und Vorträgen hinterfragt.

Bern, St. Gallen und Zürich Do, 22. November 2018; Basel Fr, 23. November 2018. Programm: www.langenachtderkritik.ch.

Landwirtschaft

Welche Folgen haben die Globalisierung und Industrialisierung der Landwirtschaft für den Boden, die BäuerInnen und unser tägliches Brot? Wie sieht eine zukunftsfähige Ernährung vom Acker bis auf den Teller aus? Der Film «Bodenlos» von Martina Egi befasst sich mit diesen Fragen. Dazu gibt es ein Gespräch mit Markus Ritter (Biobauer aus Altstätten SG, CVP-Nationalrat und Präsident des Schweizer Bauernverbands), Ulrike Minkner (Biobäuerin auf dem Mont-Soleil und Vizepräsidentin Uniterre) und Bernard Belk (Agronom ETH und Vizedirektor des Bundesamts für Landwirtschaft).

Brugg Kino Odeon, Bahnhofplatz 11, Do, 22. November 2018, 18 Uhr.

Demo gegen rechts

Die rechtsextreme Partei national orientierter Schweizer (Pnos) will auf dem Messeplatz in Basel gegen den Uno-Migrationspakt demonstrieren. Nun formiert sich linker Protest: Die Basler Juso ruft zu einer «Basel bleibt bunt»-Kundgebung bei der Dreirosenbrücke auf. Das Bündnis #BaselNazifrei mobilisiert auf den Messeplatz, um sich dort der Pnos-Demo entgegenzustellen.

Basel Sa, 24. November 2018, Messeplatz, 13 Uhr; Dreirosenbrücke, 15.30 Uhr.

Gewalt gegen Frauen

Unter dem Motto «60 Minuten Licht an auf Gewalt gegen Frauen!» findet eine Demonstration statt, die Licht auf die Dunkelziffer der nicht angezeigten Übergriffe werfen will. Mit Kurzreden von NGOs wie Terre des femmes, FIZ, cfd oder dem Mannebüro, einer Lichtperformance von Lucid Lunae, Musik von DJ Scarlett und Suppe.

Zürich Helvetiaplatz, Fr, 23. November 2018, 18 Uhr.

Die Ausstellung «Schwingerkönig und Dragqueen: Über die Vielfalt von Männlichkeiten» erkundet den Zusammenhang von geschlechtsspezifischen Rollenbildern und Gewalt und lässt dabei verschiedene Perspektiven zu Wort und ins Bild kommen.

Vernissage in: Zürich Ziegel oh lac, Seestrasse 407, Mo, 26. November 2018, 19 Uhr.

Palästina

Im Café Palestine berichten Sabreen und Aschraf al-Nadschar, die Eltern von Rasan al-Nadschar, die am 1. Juni bei ihrem Einsatz als Sanitäterin im Gazastreifen erschossen wurde, über die aktuelle Situation vor Ort.

Zürich Quartierzentrum Aussersihl/Bäckeranlage, So, 25. November 2018, 18 Uhr. Palästinensisches Essen ab 17 Uhr.

Guatemala

Seit 2011 ist das russische Unternehmen Solway mit Sitz in Zug Besitzerin der Nickelmine CNG-Pronico in Guatemala und fügt sich damit in die Reihe der transnationalen Unternehmen ein, die in der Region El Estor/Izabal seit Jahrzehnten die Umwelt- und Menschenrechte verletzen. Lokale AktivistInnen berichten von ihrem Kampf für die Menschenrechte.

Zürich H50, Hirschengraben 50, Di, 27. November 2018, 18.30 Uhr; Bern KID – Kirche im Dialog, Mittelstrasse 6b, Do, 29. November 2018, 18.30 Uhr.

Menschenrechte

Können und sollen Menschenrechte universal sein? Oder gründen sie auf westlichem Individualismus und ignorieren kulturspezifische Eigenheiten von Menschen ausserhalb des westlichen Kulturraums? Zu diesen Fragen referieren Peter Kirchschläger (Professor für Theologische Ethik der Universität Luzern), Annette M. Böckler (Fachleiterin Judentum am Zentrum für interreligiösen Dialog, ZIID) und Rifa’at Lenzin (Fachleiterin Islam, ZIID).

Zürich ZIID, Pfingstweidstrasse 16, Di, 27. November 2018, 17.30 Uhr.

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