Nr. 05/2019 vom 31.01.2019

Die Klimademos

Die Klimastreiks in der Schweiz werden von einer dezentralen Jugendbewegung organisiert, die sich als parteiunabhängig begreift. In diesem Sinne sind gemäss OrganisatorInnen auch keine Flaggen, Banner oder sonstigen Symbole jeglicher anderen Parteien oder Organisationen an den Aktionen erlaubt. Am Samstag, 2.  Februar 2019, sind alle eingeladen mitzudemonstrieren.

Bern Waisenhausplatz, 13 Uhr; Zürich Helvetiaplatz, Genf Place des 22 cantons, Fribourg Place Python, Luzern Pavillon Nationalquai, jeweils 14 Uhr; Delémont Place de la gare, 14.15 Uhr; Neuenburg Gare, 14.30 Uhr; Basel Barfüsserplatz, St. Gallen Gallusplatz, Lausanne Place de la gare, Bellinzona Corso Elvezia, Solothurn Bahnhofplatz und Biel Ring Altstadt, jeweils 15 Uhr.

Nicaragua

Nicaragua steckt in einer tiefen soziopolitischen Krise. Demonstrationen gegen die Regierung wird mit unverhältnismässiger Polizeigewalt begegnet. Wie steht es um die Menschenrechte neun Monate nach Beginn der landesweiten Protestkundgebungen? Es diskutieren: Oralia Sobalvarro, Frauen- und Menschenrechtsverteidigerin aus Matagalpa, Luis Blandón, Menschenrechtsverteidiger aus Managua, und Lisa Salza, Länderkoordinatorin für Lateinamerika bei Amnesty International Schweiz.

Bern Politforum Käfigturm, Marktgasse 67, Fr, 1. Februar 2019, 18.30 Uhr.

Alter und Behinderung

Mit dem Älterwerden nehmen auch bei Menschen mit Behinderung die eigene Selbstständigkeit und Mobilität ab. Zugleich altern auch die Personen, die sie unterstützen und mit denen sie in Kontakt stehen. Es ändern sich Ansprüche, Aufgaben und Verantwortlichkeiten innerhalb eines Netzwerks. Wie können trotz dieser Veränderungen Beziehungen gepflegt und aufrechterhalten werden? Eine Tagung mit dem Titel «Das dritte Drittel» beschäftigt sich mit diesen Themen.

Zürich EPI-Park, Saal des Gründungshauses der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung, Bleulerstrasse 60, Mi, 8. Februar 2019, 9–16 Uhr. Anmeldung bis Do, 31. Januar, unter www.epi-wohnwerk.ch/drittes-drittel.

Klimapolitik

Die Schweiz hat 2015 das Klimaabkommen von Paris ratifiziert. Sie verpflichtet sich damit, die Treibhausgasemissionen drastisch zu reduzieren, um die Erderwärmung zu beschränken. Warum gestaltet sich eine konsequente Klimapolitik in der Schweiz so schwierig? Der Völkerrechtsexperte und WOZ-Autor Andreas Zumach unterhält sich mit Marcel Hänggi, Umweltjournalist und ebenfalls WOZ-Autor, sowie Reto Burkard, Sektionschef Klimapolitik beim Bundesamt für Umwelt.

Luzern RomeroHaus, Kreuzbuchstrasse 44, Di, 5. Februar 2019, 19.30 Uhr.

Antisemitismus

Welche Funktion haben Verschwörungstheorien in der Bildung von Querfronten? Und welche Rolle spielt dabei der Antisemitismus? Jutta Ditfurth spricht über Antisemitismus von rechts und links. Anschliessend Diskussion.

Zürich Volkshaus, Blauer Saal, Stauffacherstrasse 60, Do, 7. Februar 2019, 19.30 Uhr.

Helfen und Kolonialismus

Durch das verstärkte zivilgesellschaftliche Engagement auf lokaler Ebene eröffnen sich wichtige Perspektiven auf eine offenere, solidarische Gesellschaft. Gleichzeitig besteht aufgrund des Machtgefälles zwischen «Helfenden» und «Hilfeempfangenden» auch die Gefahr, koloniale Denkfiguren zu reproduzieren und neue Abhängigkeiten zu schaffen. Wie gehen wir mit diesen Fallstricken des Helfens um? Vortrag von Sarah Schilliger, Soziologin und Aktivistin bei «Wir alle sind Bern».

Zürich Kulturhaus Helferei, Breitingersaal, Kirchgasse 13, Mi, 6. Februar 2019, 19 Uhr.

Binationale Beziehungen

Nähe und Distanz im öffentlichen und privaten Raum werden je nach kulturellem Kontext der Sozialisation von Kindesbeinen an sehr verschieden gelernt und entziehen sich oft dem Bewusstsein. Dennoch wirken sie wie alle anderen Elemente der Kommunikation in binationalen Beziehungen oder transnationalen Kontakten stark mit und können schwer aufzulösende Missverständnisse hervorrufen. Véronique Schoeffel, die in verschiedenen geografisch-kulturellen Kontexten gearbeitet hat, zeigt, wie das sprachlos Gesagte besser zu begreifen ist.

Zürich Zentrum Karl der Grosse, Kirchgasse 14, Mi, 6. Februar 2019, 19.30 Uhr.

Fairtrade

Nachhaltiger Handel: Wo liegen Wirkung und Grenzen? Was sind die Rollen von Firmen, Gemeinden, Kantonen und Privaten? Die Max-Havelaar-Stiftung und die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) präsentieren ihre neusten Analysen.

Basel Halle 7, Dornacherstrasse 192, Mo, 4. Februar 2019, 16.45 Uhr.

Jassen für Zentralamerika

Alljährlich findet das legendäre «Roji-Negro»-Solidaritätsjassen statt. Vom Reinerlös aus dem Spiel und der Verpflegung werden Projekte in Zentralamerika unterstützt.

Zürich Kulturmarkt, Aemtlerstrasse 23, Sa, 2. Februar 2019, 13–20 Uhr.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch