Nr. 41/2020 vom 08.10.2020

Fotojournalismus

Als Camille Lepage 2014 ums Leben kam, war sie erst 26 Jahre alt, aber bereits eine gestandene Fotojournalistin. Ihre Bilder aus dem Bürgerkrieg in der Zentralafrikanischen Republik gingen um die Welt. Mut und echtes menschliches Interesse zeichneten sie auf ihrer Suche nach der Wahrheit aus. Boris Lojkines Film «Camille» ist eine Hommage an diese ausserordentliche Frau, die von Nina Meurisse verkörpert wird. Im Anschluss daran steht der Fotojournalist Dominic Nahr, der Lepage persönlich kannte, für ein Gespräch zur Verfügung.

Zug Kino Gotthard, Gotthardstrasse 18, Mo, 12. Oktober 2020, 20 Uhr.

Pestizide

Die Schweizer Agrochemie produziert und exportiert zahlreiche Pestizide, die hochgiftig sind und die deshalb in der Schweiz nicht eingesetzt werden dürfen. In den Zielländern wie Brasilien, Südafrika oder Indien sind Plantagenarbeiter und Kleinbäuerinnen ihretwegen grossen gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt. In Entwicklungsländern sterben jährlich über 200 000 Menschen an den Folgen von Pestizidvergiftungen. Carla Hoinkes von Public Eye spricht an diesem Politischen Gottesdienst zu Landwirtschaftsfragen, nimmt die globalen Geschäfte der Agrarindustrie unter die Lupe und setzt sich für schärfere Schutzbestimmungen ein.

Zürich Pfarreisaal Liebfrauen, Weinbergstrasse 36, Fr, 9. Oktober 2020, 18.30 Uhr.

Berner Kulturpolitik

Am 29. November werden in Bern Stadt- und Gemeinderat neu gewählt. An einem von Bekult, dem Verein der Berner KulturveranstalterInnen, und dem Kornhausforum organisierten Podium stehen elf KandidatInnen für die Exekutive Rede und Antwort zur Kulturpolitik: Alec von Graffenried (GFL), Michael Aebersold (SP), Franziska Teuscher (GB), Reto Nause (CVP), Marieke Kruit (SP), Marianne Schild (GLP), Corina Liebi (GLP), Bernhard Eicher (FDP), Simone Richner (FDP), Thomas Fuchs (SVP) und Claudio Righetti (BDP).

Bern Kornhausforum, Stadtsaal, Kornhausplatz 18, Mo, 12. Oktober 2020, 19 Uhr.

Männlichkeiten

Was macht den Mann zum Mann? Anzug, Autos, Bier? Muss Mann männlich sein? Was ist männlich? Gibt es feministische Männer, und wie äussert sich das? Wollen wir überhaupt an der Kategorie «Mann» festhalten? An der 100. Ausgabe der Montagsreihe Kosmopolitics wird die SRF-Reportage «Flavio und die Machos» gezeigt, die den Luzerner Theologen bei seinen Anti-Machismo-Kursen in Bogotá, Kolumbien begleitete. Im Anschluss diskutieren rund um das Thema Männlichkeit(en) Franziska Schutzbach (Geschlechterforscherin und Soziologin an der Universität Basel), David Karasek (Redaktor und Produzent von «Flavio und die Machos») und Fiorella Lores (Newcomerin in der Drag-Szene Zürich).

Zürich Kosmos, Lagerstrasse 104, Mo, 12. Oktober 2020, 20 Uhr.

Digitale Welt

In der Veranstaltungsserie «Digitale Selbstverteidigung» geht es an diesem Mittwoch ums Thema «Wie sicher ist WhatsApp? Über Messenger und Verschlüsselungen». Es wird gezeigt, was Verschlüsselung überhaupt ist, es werden Messengerdienste wie Whatsapp, Telegram oder Signal verglichen und Alternativen wie Briar oder Matrix vorgestellt.

Basel Planet 13, Klybeckstrasse 60, Mi, 14. Oktober 2020, 19 Uhr.

Was bringt uns dazu, so viel Zeit mit Apps zu verbringen? Und wie würde nutzerfreundliches Design aussehen? Die Psychologin Angelika Schneider (Klinik Selhofen) erklärt, wann der Twitter-Feed für unsere Psyche zum Problem wird und wie wir Apps ignorieren können. Die Verhaltensökonomin Elizabeth Immer (ergonomen.ch) zeigt auf, welche Designtricks uns ans Display fesseln – und welche uns gesünder machen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Digitalen Gesellschaft statt. Im Anschluss kann im Bistro bei Suppe und Brot weiter diskutiert werden.

Zürich Karl der Grosse, Kirchgasse 14, Saal, Mi, 14. Oktober 2020, 19 Uhr.

Der Pianist und Musikwissenschaftler Roberto Prosseda fordert den Roboterpianisten TeoTronico zum Duell auf. Die beiden Musiker (wenn man Letzteren so nennen darf) kritisieren gegenseitig ihr Spiel und machen Verbesserungsvorschläge.

Zürich ETH, Semperaula, Di, 13. Oktober 2020, 19.30 Uhr.

Wenn Ihnen der unabhängige und kritische Journalismus der WOZ etwas wert ist, können Sie uns gerne spontan finanziell unterstützen:

Überweisung

PC-Konto 87-39737-0
BIC POFICHBEXXX
IBAN CH04 0900 0000 8703 9737 0
Verwendungszweck Spende woz.ch