Leser:innenbriefe

Nr. 17 –

Widerwärtig

«Migrationspolitik: Wolfsberger Fantasien», WOZ Nr. 15/26

Auf Schloss Wolfsberg ein «White Paper» zu diskutieren, um das «intelligenteste Land der Welt» vor unerwünschter Zuwanderung zu bewahren: White Supremacy nach Schweizer Art – ausgesprochen widerwärtig.

Walter Felix Schweiter, per E-Mail

Zu hysterisch?

«Kollapsbewegung: Aber in den Wald müssen wir nicht», WOZ Nr. 15/26

Herzlichen Dank für den sehr guten Artikel. Sehr gut, der sprach einmal Klartext – heisst, wir wissen zwar, dass eine Katastrophe kommt, aber wir wissen nicht, wie sie uns erreicht, und sie kommt nicht auf der ganzen Welt auf einmal. In vielen sogenannten Entwicklungsländern ist sie schon da. Und wie gehen wir mit den Flüchtlingen von dort um?

Ursa Baltensperger, Wattwil

Danke für die vielen guten Artikel, die ich voller Genuss, Abscheu, Mitgefühl, Freude und anderen Emotionen in der WOZ lesen kann. Zum Text «Kollapsbewegung» füge ich bei, dass ich das Wort «Klimaschutz» irreführend finde, weil es nicht das benennt, was wir im Grunde schützen wollen. Wenn wir Massnahmen ergreifen, die zur Folge haben, dass sich das Klima nicht noch mehr erhitzt, und somit unsere Lebensgrundlagen pflegen, dann schützen wir uns Menschen selbst. Für mich ist mein Einsatz und der Einsatz aller Menschen für ein gemässigtes Klima Menschenschutz. Und den Umkehrschluss zu denken und zu beobachten, macht mich fertig. Aber wenn ich in mein Umfeld schaue, habe ich das Gefühl, dass ich zu hysterisch bin. Um so mehr tut es mir gut, solche Artikel zu lesen, in dem Menschen ähnliche Gedanken äussern.

Simon Mattmüller, Basel

Explosiver Dünger

«Energiekrise: Die Autonomie beginnt beim Dünger», WOZ Nr. 15/26

Im Artikel fehlt eine Erklärung, wie es zu dieser gigantischen Ammoniak- beziehungsweise Düngerproduktion gekommen ist. Das damalige Wettrennen, ein Verfahren zu finden, mit dem sich Ammoniak synthetisch herstellen lässt, war getrieben von der Nachfrage nach Salpetersäure, um daraus Sprengstoffe herstellen zu können …

Hanspeter Willi, Domat/Ems

Aus dem Herzen

«Umweltpolitik: Weiter wachsen – einfach ohne Öl?», WOZ Nr. 13/26

Wieder spricht mir die Redaktorin aus dem Herzen und benennt, was zu selten benannt wird, nämlich, dass wir unbedingt über das ewig gepredigte «Wirtschaftswachstum», das nicht aufgeht, sprechen müssen (und auch über Energiereduktion). Es wird zu viel über technische Möglichkeiten geredet und über den Vorrang der Wirtschaft vor der Umwelt (zuletzt in China beobachtet, wo das Umweltthema in den Hintergrund gerückt ist, seit die Wirtschaft nicht mehr so läuft). Auch dass die Redaktorin in Erinnerung ruft, dass die Reduktion von CO₂ nicht das einzige Umweltproblem ist, sondern auch Biodiversität, Artensterben, Verseuchung mit Chemikalien et cetera, ist so wichtig, denn das Thema Klimawandel wird oft zu einseitig betont. Danke für den Kommentar!

Brigitte Koller, per E-Mail

Ein besonderes Highlight

«Autorinnen in Afghanistan», Serie, zuletzt in WOZ Nr. 15/26

Die WOZ überrascht regelmässig mit spannenden Geschichten. Das ist Journalismus vom Feinsten, auch wenn ich inhaltlich nicht mit allem einverstanden bin. Ein besonderes Highlight waren die acht Texte von Autorinnen aus Afghanistan. Vielen herzlichen Dank! Falls es eine Möglichkeit gibt, diese Serie fortzusetzen, würde es mich riesig freuen. Für uns als Leser:innen, aber auch für die mutigen Frauen in Afghanistan (und in anderen Ländern dieser Welt).

Cornelia Diethelm, Kölliken