Brief aus Chișinău

Le Monde diplomatique –

Casa Herța, einer der Standorte des Nationalen Kunstmuseums. Im Hintergrund das Parlamentsgebäude
Casa Herța, einer der Standorte des Nationalen Kunstmuseums. Im Hintergrund das Parlamentsgebäude Foto: OLEG BEGUNENCO/alamy

Von Moldau aus war ich auf Kurzurlaub in Montenegro gewesen. Auf dem Rückweg hörte ich in der Flughafenschlange, wie sich zwei Ukrainerinnen auf Russisch unterhielten, auch sie hatten Urlaub in Montenegro gemacht: „Moldau hat uns gut aufgenommen, aber es gibt kein Meer“, sagte die eine. „Die Ukraine hat auch kein Meer mehr“, meinte die andere. „Alles vermint.“ Die beiden reisten via Chișinău zurück nach Kiew und Odessa. Zwei Ukrainerinnen aus der Mittelschicht, auf Urlaubsreise trotz des Kriegs, die jetzt in ihre Häuser und zu ihren Familien zurückkehrten, trotz des anhaltenden Risikos einer Bombardierung.

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