Gestern und heute in Maracaibo

Le Monde diplomatique –

Fast drei Millionen Venezolaner:innen sind aufgrund der katastrophalen sozioökonomischen Lage im Land nach Kolumbien geflohen. Doch lange Zeit war es umgekehrt: Kolumbianer:innen migrierten nach Venezuela, vor allem wegen des dortigen Ölreichtums. Eine Reise durch die Grenzregion.

Lastwagen transportieren Container ab, welche die Grenze von Venezuela auf einer Strasse blockierten, 15. Dezember 2022
15. Dezember 2022: Venezuela hebt die Blockade der Grenze auf Foto: FERLEY OSPINA picture alliance/dpa

Von der venezolanischen Seite der 315 Meter langen Simón-Bolívar-Brücke sieht man hinüber bis nach Kolumbien. Etliche meiner Freunde aus Kindertagen haben zu Beginn der 1970er Jahre diesen wichtigsten Grenzübergang Richtung Venezuela passiert, um ein neues Leben zu beginnen. Viele unserer kolumbianischen Landsleute vor und nach ihnen taten das. Ich stelle mir vor, wie sich ihre Familien damals gefühlt haben müssen, wenn sie, schwer beladen und von einer stundenlangen Busfahrt erschöpft, San Antonio del Táchira erreichten, die erste Stadt dieses gelobten Landes auf der anderen Seite der Brücke.

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