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In Iran hat die Regierung seit dem 8. Januar den Internetzugang sowie Telefonverbindungen fast vollständig blockiert. Damit ist nicht nur die Kommunikation innerhalb des Landes unterbunden. Es können auch keine direkten Berichte über die landesweiten Demonstrationen gegen das Regime und die blutige Unterdrückung der Protestbewegung durch die Revolutionsgarden ins Ausland gelangen. Unabhängige Journalist:innen sowie Websites kritischer Medien, etwa die englischsprachige Iran Daily, sind seit Beginn der Blockade nur noch auf schwierigen Umwegen zu erreichen – im Gegensatz zu Propaganda-Websites des Regimes und den amtlichen Nachrichtenagenturen Tasnim und Mezian. Damit ist es auch fast unmöglich geworden, Informationen über das Schicksal der einheimischen Medienschaffenden zu bekommen. Seit 2022 wurden in Iran mehr als 100 Medienschaffende festgenommen, von denen noch mindestens 17 in Haft sind.