Widerstand in den USA : Ein paar Statements und wütende Reden
In Minneapolis wehrten sich auch die Gewerkschaften gegen die US-Grenzpolizei. Doch um die landesweite Arbeiter:innenbewegung steht es weniger rosig.
Als die US-Regierung im Dezember 2025 Tausende Abschiebeschergen nach Minneapolis schickte, stand die lokale Arbeiter:innenbewegung bereit. Diverse Gewerkschaften schlossen sich dem Widerstand an, Lebensmittel und Hygieneprodukte wurden an Migrant:innen ohne legale Papiere geliefert, für Menschen mit Mietrückstand wurde Geld gesammelt. Zusammen mit Communitygruppen, Kirchen, kleinen Geschäften und einzelnen Nachbar:innen sorgten Gewerkschaften wie Unite Here und SEIU dafür, dass Menschen, die ihr Zuhause aus Angst nicht mehr verliessen, versorgt wurden.
Das Besondere am Widerstand in Minneapolis war die effektive Organisierung. Immigrant:innen ohne Aufenthaltserlaubnis wurden nicht nur versorgt, sondern in zahlreichen Fällen auch vor der Abschiebung geschützt. In den Nachbarschaften stellten sich die Leute den Razzien der Abschiebebehörde Immigration and Customs Enforcement (ICE) und der US-Grenzpolizei entgegen. Zwei der vielen Mutigen wurden in genau so einer Situation erschossen: neben der Poetin Renée Good auch der Krankenpfleger Alex Pretti, Mitglied der Bundesangestelltengewerkschaft AFGE.