Technofaschismus : Karp und wie er die Welt sieht

Nr. 18 –

Das Manifest des Palantir-Chefs sollte für jede Regierung, die mit dem Überwachungskonzern zusammenarbeitet, ein Alarmzeichen sein.

Portraitfoto von Alex Karp
Beschwört die Unausweichlichkeit des Krieges: Alex Karp. Ryan David Brown, Laif

Der Streit um das Wesen und das Überleben der Demokratie ist mit dem 18. April in eine neue Phase eingetreten. An diesem Tag postete die US-amerikanische Firma Palantir, die ihr Geld mit der Verbindung von Daten, Überwachung und Krieg macht, ein Manifest, das die liberale Demokratie in wesentlichen Zügen für obsolet erklärt. «Wir müssen der seichten Versuchung eines leeren und hohlen Pluralismus widerstehen», so einer der Schlüsselsätze dieses ziemlich einzigartigen Dokuments für zukünftige Historiker:innen. Die neue autoritäre Architektur nimmt gerade in ihrer scheinbaren Inkohärenz eine immer selbstbewusstere Form an.

Um diesen Artikel zu lesen, haben Sie drei Möglichkeiten:

Jetzt die WOZ abonnieren Login (für Abonnent:innen) App laden und Einzelausgabe kaufen