Essay: Das Ende Europas
Während die Grossmächte in rasantem Tempo an einer neuen Weltordnung zimmern, verharrt Europa im vermeintlichen Ende der Geschichte. Höchste Zeit für einen schonungslosen Realitätscheck.
Während die Grossmächte in rasantem Tempo an einer neuen Weltordnung zimmern, verharrt Europa im vermeintlichen Ende der Geschichte. Höchste Zeit für einen schonungslosen Realitätscheck.
Würde man mehr «mit Rechten reden», würde schon alles gut – eine nicht nur in Deutschland verbreitete wie falsche Hoffnung. Stattdessen braucht der demokratische Diskurs mehr Differenz.
Die jüngsten Wahlerfolge zeigen: Will die Linke wieder wachsen, muss sie sich auf eine neue Programmatik besinnen – und sich um die in Schieflage geratene Demokratie kümmern.
Ein Artikel in der «New York Times» brachte den Chefredaktor der deutschen «Bild»-Zeitung zu Fall. Am aggressiven Rechtskurs des Springer-Konzerns wird das nichts ändern.
Mit der Documenta und der Berlinale werden gerade zwei zentrale Nachkriegsinstitutionen der Bundesrepublik von der Vergangenheit eingeholt. Die Fälle verraten viel über ein in Sachen Demokratie verunsichertes Land – und den dortigen historischen Diskurs.
Die beiden ältesten Demokratien der Welt sind an einem Wendepunkt: Wofür der US-Amerikaner Donald Trump und der Brite Boris Johnson stehen – und was das mit einer jungen Frau aus Schweden zu tun hat.