Aus der Perspektive des Bösen Marco Balzano erzählt in «Bambino» die Geschichte eines jungen Mannes, der im Triest der 1920er Jahre in den Sog des Faschismus gerät.
Der Roman beginnt mit dem Ende des Protagonisten Mattia. In einer Bar in Triest hört er seinen verhassten Spottnamen Bambino, doch bevor er reagieren kann, spürt er eine Pistole im Rücken und wird abgeführt. Er, der selbst in seinem Leben unzählige Menschen verprügelt, verraten und umgebracht hat, weiss, was ihn jetzt erwartet.
Wie ein haltloser, kontaktscheuer junger Mann zum Opportunisten, Verräter und Mörder wird, erzählt der neue Roman «Bambino» von Marco Balzano in der Ich-Form. Ein Ich, das nicht zur Identifikation einlädt, dessen unheilvolle Entwicklung zum Faschisten im Italien der frühen 1920er Jahre aber hautnah mitzuerleben ist. Kurz vor seinem Tod, als die jugoslawischen Partisan:innen 1945 Triest besetzen und von der deutschen Besatzung befreien, blickt Mattia auf sein Leben zurück.