Gleichgültigkeit als Verbrechen In seinem Jahrhundertepos plädiert Dimitré Dinev für Menschlichkeit. Revolutionäre Ideen fehlen zwar, aber er erzählt gekonnt das 20. Jahrhundert nach.

wobei 3/

Auf über tausend Seiten lässt uns Dimitré Dinev mit dem Strom der Zeit schwimmen. Und es ist eine turbulente Reise durch das chaotische, von Kriegen und Grausamkeit geprägte 20. Jahrhundert, auf die uns der österreichisch-bulgarische Autor in «Zeit der Mutigen» mitnimmt.

Stets der Donau entlang, die sich auch mal zu Überschwemmungen aufbäumt, mal unter Eis erstarrt, erzählt Dinev von drei Familien in Österreich und Bulgarien. Durch rasch wechselnde Blickwinkel und nicht immer in chronologischer Fliessrichtung begleiten wir diese über mehrere Generationen hinweg. Dinev berichtet von Brutalität, von Menschlichkeit und der Bedeutung von Erinnerungskultur – schwere Kost, aber leichtfüssig erzählt und mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet.

Um diesen Artikel zu lesen, haben Sie drei Möglichkeiten:

Jetzt die WOZ abonnieren Login (für Abonnent:innen) App laden und Einzelausgabe kaufen