Nr. 48/2018 vom 29.11.2018

Von Alice Galizia

Widerstand und Hoffnung

Zum 70. Mal jährt sich heuer die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Gleichzeitig sind diese Menschenrechte allerorten unter Beschuss, auch hier in der Schweiz. Das Human Rights Film Festival Zürich zeigt Filme aus aller Welt, wo Menschenrechte verletzt werden, richtet den Blick aber auch auf unterschiedliche Initiativen von Menschen, die sich dem entgegensetzen. Nur einige Highlights: «Naila and the Uprising» zeigt den Widerstand in Palästina während der Ersten Intifada, als sich Frauen zu einer gewaltlosen Untergrundbewegung zusammenschlossen. Mit «Anote’s Ark» reisen die ZuschauerInnen zum Inselstaat Kiribati, der wegen des Klimawandels langsam im Meer versinkt. Und «Angels Wear White» porträtiert Frauen in China, die ganz unterschiedlich mit der männerdominierten Gesellschaft umgehen, in der sie leben. Am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, gibt es im «Kosmos» eine Debatte, unter anderem mit Altbundesrätin Ruth Dreifuss, zur Frage: «Are we living in a post-human rights era?». Hoffentlich nicht.

Human Rights Film Festival in: Zürich Riffraff und Kosmos, Mi–Mo, 5.–10. Dezember 2018, verschiedene Spielzeiten; Mo, 10. Dezember 2018, 20.15 Uhr, Kosmos, Debatte «Are we living in a post-human rights era?». www.humanrightsfilmfestival.ch/

Lesung zum Geburtstag

Esther Spinner schreibt seit vierzig Jahren: Romane, Kinderbücher, Anagramme. Nun wird die Schriftstellerin siebzig Jahre alt – und alle können mit ihr feiern. Und zwar an ihrer Geburtstagslesung im «bücherraum f» an der sie aus der Fülle ihrer Texte lesen wird. Im Gespräch mit Wanda Schmid erzählt sie von ihrem Schaffen, und natürlich gibt es auch einen Apéro.

Geburtstagslesung von Esther Spinner in: Zürich bücherraum f, 30. November 2018, 19 Uhr. www.buecherraumf.ch

Zirkus extrem

Schlechte Tierhaltung, einfallslose Clowns, der ewige Knie? Nein, Zirkus kann auch anders: Zirka Zirkus bringt in der Kaserne Basel und der Station Circus verschiedene Facetten des zeitgenössischen Zirkus zusammen. Da fliegen Menschen durch die Luft wie beim Stück «Teh Dar» des Nouveau Cirque du Vietnam; die Inszenierung «Eins Zwei Drei» setzt sich mit verschiedenen Clownfiguren auseinander; und das französische Trio Cirque Inextremiste zeigt wilde Akrobatik immer kurz vor dem Absturz. Zirkus als vielfältige und grenzüberschreitende moderne Kunstform, verbunden mit Performance, Musik und Tanz: Dass da keine Elefanten und Löwen zu sehen sind, tut der Faszination bestimmt keinen Abbruch.

«Zirka Zirkus» in: Basel Kaserne und Station Circus, Do, 29. November 2018, bis So, 9. Dezember 2018, verschiedene Spielzeiten. www.kaserne-basel.ch

Manischer Montag

Ganz frisch ist die neue Montagsreihe «Manic Monday» von Konzert Theater Bern. In der Mansarde des Stadttheaters Bern werden kleinere Projekte mit kurzer Probezeit, aber viel Energie gezeigt, und das nur für zehn Stutz. Man kann also gespannt sein auf verschiedenste überraschende Darbietungen, die Einblicke in das Schaffen der SchauspielerInnen geben. Im Dezember allerdings wird die Bühne frei gemacht für Studierende des Literaturinstituts Biel, die ihre Texte vortragen. 

Manic Monday in: Bern Mansarde Stadttheater, Mo, 3. Dezember 2018, 20.30 Uhr.

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