Nr. 41/2008 vom 09.10.2008

Das schöne Geld

Von Stephan Pörtner

Am Abend des 8. Oktober sass der Bankdirektor Joe B. Ochsenknecht deprimiert in seiner Achtzigzimmerwohnung in den oberen zwölf Stöcken des Wealth-and-Power-Turms. Er hatte eben einhundertneunundsiebzigtausendvierhundertdreiundsechzigeinhalb Fantastilliarden Dollar verspekuliert. Natürlich nicht seine eigenen, aber trotzdem. Schade um das schöne Geld. Er nahm einen Schluck von dem Single-Malt-Whisky, der im Magen eines vergrabenen Hochlandrindes gealtert war, die Flasche à vierzig Millionen schottischer Euros. Er beäugte seine Frau, ein ehemaliges Topmodel, das immer noch auf der Liste der dreitausenddreihundert schönsten Frauen der Welt fungierte. Auf einmal hatte er vom Top-of-the-World-Leben dermassen die Schnauze voll, dass er sich in den Fuss schoss.

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