Nr. 17/2009 vom 23.04.2009

Notamputationen

Von Stephan Pörtner

Im Universitätsspital herrschte wieder einmal Hochbetrieb, weil frühlingshalber die Hausfrauen aus dem Fenster fielen, den Jungmännern schmerzhafte neue Gliedmassen sprossen und die Elite sich kollektiv den Daumen brach. Der vorausschauende Dr. Zinkweiss liess sich auch in diesem Jahr nicht ins Bockshorn jagen und sorgte dafür, dass der Betrieb nach neuesten Erkenntnissen aufrechterhalten wurde. Es galt, die Kosten im Auge zu behalten und möglichst viele Patienten als Simulanten zu entlarven, damit sie von der obligatorischen Krankenversicherung ausgeschlossen wurden. Mit Daumenschrauben und Notamputationen brachte Zinkweiss den Laden bis Pfingsten so weit in Schwung, dass man sich wieder ungestört der Spitzenmedizin widmen konnte.

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