Nr. 08/2011 vom 24.02.2011

Präsidentenwahl

Von Stephan Pörtner

In der zweiten Liga der Minimalanspruchslosen wartete man seit Wochen gespannt auf die Wahl des neuen Präsidenten. Bisher waren vier Kandidaten im Gespräch gewesen, von denen sich jedoch bisher kein einziger zu einer offiziellen Erklärung hatte durchringen können. Jetzt aber, da der unabhängige Sprengkandidat Horn sich mit einer spektakulären Kampagne ins Gerede gebracht hatte, brach plötzlich eine mittlere Panik aus. Die Delegierten wurden unsanft einberufen und von Freunden und Lobbyisten derart hartnäckig bearbeitet, dass nicht wenige den Geist aufgaben. Dann aber wurde in einer zweifelhaften Wahl der Schützling des alten Präsidenten durchgeboxt, und die wenigen verbliebenen Mitglieder lösten sich auf.