Nr. 13/2014 vom 27.03.2014

Skifliegen mit Ja, Panik

Von Kaspar Surber

Skifliegen mit Ja, Panik

Das Skispringen hat MusikerInnen aus Österreich schon länger fasziniert: Das Duo Christoph und Lollo widmete den spindeldürren Männern und ihrem repetitiven Alltag Hymnen wie etwa das «Hautamäki Duell» oder «Blaz Vrhovniks Schuld». Als grosse Skiflugfans outete sich bei Erscheinen ihres Befreiungsalbums «Libertatia» die Band Ja, Panik: Am Skiflug, erklärten die MusikerInnen der WOZ, fasziniere sie der Schwebezustand zwischen Himmel und Erde.

Nun sind Sänger Andreas Spechtl und Bassist Stefan Pabst am 15. März an die Skiflug-WM im tschechischen Harrachov gefahren und haben für den Radiosender FM 4 ein Feature aufgenommen. Ausgangspunkt ist der sportlich-philosophische Dokumentarfilm «Die grosse Ekstase des Bildschnitzers Walter Steiner», den Werner Herzog vor genau vierzig Jahren über den Schweizer Skiflieger Steiner drehte. Daran anknüpfend haben Spechtl und Pabst mit Skifliegern über die Angst vor dem Flug und ihren prekären ökonomischen Alltag gesprochen. «Der Tross lebt familiär», berichtet Pabst. Als «Unsympathler» aufgefallen seien bloss die Schweizer. «Simon Ammann hat uns in der Bar herablassend behandelt.» Einen Skiflug haben Ja, Panik noch immer nicht live gesehen: Wegen schlechter Witterung fiel der Wettbewerb aus. «Im Hotel wussten die Skiflieger längst, dass niemand springen wird. Trotzdem schickten sie ab und zu ein paar Teilnehmer mit der Seilbahn hoch, um den Zirkus für Publikum und Medien am Laufen zu halten.»

Nachtrag zum Artikel «Plötzlich dieser Optimismus» in WOZ Nr. 5/2014. 
Das Feature ist am Donnerstag, 27. März 2014, 
um 19 Uhr in der Homebase auf FM 4 
zu hören und dann eine Woche lang auf 
der Website http://fm4.orf.at.

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